Sommergewitter

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Meisterschaft und Pokalsieg – waren dies die letzten Erfolge der Bamberger Basketballer für längere Zeit?

Mal wieder scheinen dunkle Wolken über Bamberg aufzuziehen, zumindest aus basketballerischer Sicht. Nachdem am Freitag eine Einigung mit dem neuen Namensgeber der Halle, der Firma Stechert, scheiterte, droht nun der Ausstieg des Hauptsponsors Brose. Michael Stoschek, seines Zeichens Chef des Coburger Automobilzulieferers, scheint den Stecker aus dem Projekt Basketball ziehen zu wollen.

Grund für seine Verärgerung ist aus seiner Meinung die mangelnde Unterstützung der Stadt Bamberg für den Basketball und die Halle. Die Einzelheiten, wer wie viel Geld und in welcher Konstellation beisteuert und ob dies viel oder zu wenig ist, spare ich mir an dieser Stelle. Ich blicke da schon lange nicht mehr durch. In dem Geflecht, wem die Halle nun wirklich gehört und wer das Sagen hat, wer für Parkplätze und Shuttle-Busse zahlen muss und wie viel Geld wohin fließt, da habe ich den Überblick verloren.

Hinter den Kulissen spricht man von gekränkten Eitelkeiten, von aufeinanderprallenden Egos, die so groß wie der Himalaya scheinen. Kurzum, mir scheint es geht zu wie im Kindergarten, wenn ein Kind dem anderen den Bagger wegnimmt oder nicht die Butter auf dem Pausenbrot gönnt.

Ich kann aber auch den Hauptsponsor verstehen, wenn ihn das Verhalten der Stadt in Person von Oberbürgermeister Starke stört. Dieser stellt sich bei der Meisterfeier hin und stimmt „Bamberg ist die geilste Stadt der Welt an“, lässt sich von den Fans feiern und auf der anderen Seite sieht man ihn so gut wie nie bei den Spielen. (Oder sind dies schon die Vorwehen des anstehenden Wahlkampfs?) Aber warum der Hauptsponsor nun mit Ausstieg droht verstehe ich auch nicht. Man sollte zu seinem Engagement stehen, egal ob andere Geldgeber knausrig sind.

Mir geht es gehörig auf den Wecker, dass mal wieder auf dem Rücken der vielen tausend Fans eine Provinzposse aufgeführt wird und der Basketball in Bamberg in unruhiges Fahrwasser gerät.




FC Bayern München Basketball 2010/11

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Ja, richtig gelesen, der große Fußballklub FC Bayern München spielt auch Basketball. Die älteren unter uns werden sich noch erinnern, die Münchner waren in den 90ern sogar schon mal in der Bundesliga und spielen momentan in der ProA. Noch. Jedoch werden den Münchner Verantwortlichen Interesse an der Bundesliga-Wildcard nachgesagt, die es wahrscheinlich geben wird. Denn der zweite der ProA, Cuxhaven, obwohl sportlich aufgestiegen, hat den Verzicht auf die Bundesliga schon bekanntgegeben.

Aber kann Basketball in München funktionieren, kann es neben Fußball noch andere Götter geben?
Betrachtet man die Münchner Sportszene, wird deutlich, dass es eigentlich nur den FC Bayern München gibt, der die Massen zieht. Selbst 1860 München hat schon Probleme das Stadion halbwegs zu füllen. Eishockey fristet nur ein Nischendasein und überlegt, nach der Absage der DEL zum Aufstieg, ob sie sich nicht der österreichischen Liga (!) anschließen sollen. Es gibt dann noch die Volleyballer aus Unterhaching, aber das war es dann auch schon mit der höherklassigen sportlichen Vielfallt in der bayerischen Landeshauptstadt.

Also, was liegt dann näher als wenn der Branchenprimus das Projekt Basketball selbst in die Hand nimmt. Hier kann nur das Motto lauten: “Nicht kleckern, sondern klotzen”. Das Modell kann nur funktionieren, wenn von Anfang an viel Geld in die Hand genommen wird. Dazu müssen Namen auf und neben dem Basketballfeld stehen, mit denen nicht nur die Insider und Hardcore-Fans was anfangen können. Nur so ist es dann möglich ausreichend Zuschauer für den Sport zu begeistern, so wie es in der Anfangszeit auch einmal in Köln der Fall war.

Es muss medial und marketingmäßig in die Vollen gegangen werden, die Erfahrung und Manpower hätte nur der FC Bayern München. Sportlich müsste man aber fast bei Null anfangen, mit ausreichend Geld sollte es aber möglich sein, eine Mannschaft zusammenzustellen, die den Abstieg verhindern kann. Zielsetzung kann dies aber für den großen FCB nicht sein. Ziel muss es sein, dauerhaft in Europa eine Rolle zu spielen. Und dann wird es wieder teuer. Ein zweistelliger Millionenbetrag pro Jahr sollte es dann schon sein.

Um einmal ein paar Namen in den Ring zu werfen:
Als Trainer können nur Dirk Bauermann oder Svetislav Pesic erste Wahl sein. Beide sind auch Nicht-Insidern bekannt und dürften alleine schon für viel Aufemrksamkeit sorgen. Auch sollte man versuchen namhafte deutsche Spieler zu verpflichten. Akteure, die schon bekannt sind und die medial “verwertbar” sind. Spontan fallen mir da Steffen Hamann, Pascal Roller und Heiko Schaffartzik ein.

Mal sehen, ob etwas daraus wird. Bislang hat sich noch kein Verantwortlicher wirklich zu den Zielen geäußert.




Abwesenheit

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Es wird nichts werden, heute Abend. Nein, ich meine nicht die Bamberger Basketballer. Sondern ich werde das Spiel gegen Podgorica nur daheim am Radio verfolgen können. Ein heimtückischer grippaler Infekt hat mich erwischt. Meine Stimme klingt wie Elmar Gunsch in seinen besten Zeiten. Mitleid braucht man mir jetzt nicht entgegenzubringen, das gebe ich mir schon selbst…
Aufgrund meiner Abwesenheit werde ich auch keinen Spielbericht schreiben können.




Trainingshalle in Planung

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Endlich soll sie kommen, die lange ersehnte Trainigshalle für die Bamberger Basketballer. Gebaut werden soll sie gleich neben der Jako-Arena und soll den Hallennotstand beheben. Offiziell werden hauptsächlich Jugendmannschaften die Halle in Beschlag nehmen, so jedenfalls stand es in einem Artikel des Fränkischen Tags. Weiterhin war dort folgende Aussage von Manager Wolfgang Heyder zu lesen:

Sechs Korbanlagen, Kraftraum, zwei Büros sonst nichts.

Wohl höre ich die Botschaft, alleine mir fehlt der Glaube, um mal Goethe zu zitieren.
Will man wirklich eine Schmalspurhalle hinstellen? Wird hier nicht wieder eine Chance vertan, den Bamberger Basketball noch weiter zu profesionalisieren und zukunftssichere Strukturen zu schaffen? Gut, so eine Trainingshalle ist immer noch besser, als alles das, was bisher genutzt wird. Sprach man bislang aber nicht immer davon, dass permante Räumlichkeiten für Behandlungen und Besprechungen fehlen? Auch Umkleiden, die nicht den Charme von Schulturnhallen versprühen, wären den Profis sicher recht.

Oder wird jetzt der Öffentlichkeit nicht die ganze Geschichte erzählt und die Planungen gehen doch in die richtige Richtung? Es ist schon klar, man muss die ganze Sache taktisch angehen. Schließlich will und muss man ja den Segen der Stadt und obendrein noch erhebliche Zuschußmittel der öffentlichen Hand haben. Und da macht sich die Planung einer Trainingshalle für die Jugend immer besser, als dem ganzen Projekt von vornherein den Anstrich zu verleihen, es gehe hauptsächlich darum den Profis bessere Bedingungen zu verschaffen. Und das gewisse Stadträte immer noch nicht mit ganzem Herzen hinter dem Thema Basketball stehen, konnte man erst unlängst erleben. Denn zwei Politiker der Grünen zeigten sich mal wieder als die ewigen Nörgler und Bedenkenträger, als sie die Stadtwerkeentscheidung rund um den Verkauf der Jako-Arena im vergangenen Mai kritisierten.

Hätte ich Wünsche frei, würde ich die Halle gleich größer bauen und die Geschäftsstelle, eine kleine Hall-of-Fame (denn die Geschichte des Bamberger Basketballs wird von offizieller Seite fast totgeschiegen) und großzügige Behandlungs- und Besprechungsräume planen.  Auch vermisse ich ein Gesamtkonzept des Gebiets rund um die Jako-Arena. Warum baut man nicht gleich ein mittelpreisiges Hotel dazu? Bamberg hat sowieso Bedarf an Hotelzimmern. War nicht auch mal die Rede von Messehallen?
Aber Wünsche werden meist nur an Geburtstagen und Weihnachten wahr und beides ist zur Zeit nicht in Sicht.

Fazit: ich begrüße, dass endlich eine Trainingshalle in Angriff genommen wird, was ja auch Dirk Bauermann schon seit Jahren forderte.




Parken nicht mehr umsonst

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Was muss man denn heute im Fränkischen Tag  lesen: Jako-Arena: Parken kostet künftig Geld, nachzulesen hier.

Die Idee, auf diese Weise, einen Betrag zur Rettung der Veranstaltungshalle bereitzustellen, kam von Bambergs Alt-Oberbürgermeister Herbert Lauer und wurde auch von OB Andreas Starke unterstützt. So könne jeder Nutzer zur Sicherung des Basketballstandorts beitragen, hatte letzterer gesagt.

Schön und gut, dass jeder Besucher etwas zum Erhalt der Halle beitragen soll, kann ich ja verstehen. Aber wurden wir Dauerkartennbesitzer in der Vergangenheit nicht schon mit höheren Kosten belastet, das Argument hies damals Shuttlebusse. Mit der geplanten Einführung von Parkgebühren zahlen die Besucher in Zukunft doppelt: Einmal für die Shuttlebusse und zusätzlich für die Parktickets.

Und wie soll dies denn in der Praxis funktionieren? Steht an den Einfahrten der Parkplätze jemand, der die Gebühren kassiert? Dann sind Staus programmiert. Oder gibt es eine Art Dauerticket, gültig für alle Veranstaltungen? Oder lässt man sich die schlechteste aller Möglichkeiten einfallen, Parkautomaten aufzustellen? Ich bin jedenfalls gespannt, wie man die Idee umsetzen will.

Aber eines ist gewiss: Die Parkenden werden sich vermehrt auf die kostenlosen Stellplätze in der Umgebung der Jako-Arena verteilen. Und was deren Besitzer, und auch die Anwohner des Stadtteils Gereuth, dazu sagen, kann ich mir jetzt schon lebhaft vorstellen.





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