Saisonbilanz 2010

Brown, Fleming, Garrett, Goldsberry, Jacobsen, Pleiß, Roberts, Saisonbilanz, Suput, Tadda, Taylor, Worthington, Wyrick, brose baskets Bamberg   |  

1 Kommentar »

Jetzt ist sie rum, die Saison der Bamberger Basketballer, die mit dem Pokalsieg und der deutschen Meisterschaft zwei Titel nach Franken brachte. Erstmals seit 2003 gelang es wieder einer Mannschaft beide Titel zu gewinnen.

Kleine Anekdote am Rande: nach dem Pokalerfolg standen meine Mitfahrer und ich in Frankfurt in der Nähe der Ballsporthalle am Parkplatz, als ein Mann uns zum Sieg beglückwünschte. Er war Journalist und meinte zu uns, gerade eben auf der Pressekonferenz wurde davon gesprochen, dass der Pokalsieger seit sieben Jahren danach nicht mehr Meister wurde. Unsere Antwort war kurz und knapp: dies wird sich dieses Jahr ändern. Und so kam es dann auch.

Bamberg ist mit vier Titeln (drei Meisterschaften und einem Pokalsieg) in den letzten sechs Spielzeiten das erfolgreichste Team in diesem Zeitraum. Mit Fug und Recht kann von der Ära Bambergs gesprochen werden: Seit 2003 waren die Franken 8-mal in Folge in den Play-off, 7 mal im Halbfinale, 5 mal im Finale und 3 mal Meister. Ein großartiger Erfolg, der die Kontinuität, die Leidenschaft und die Kompetenz der Verantwortlichen eindrucksvoll bestätigt. Ein kleiner Seitenhieb auf unsere Freunde aus Berlin darf in diesem Zusammenhang erlaubt sein: Die Hauptstädter haben es im selben Zeitrum auf zwei Pokalsiege und eine Meisterschaft gebracht.

Aber ist deswegen alles gut und richtig gelaufen? Fangen wir am Anfang an.

Bamberg gewann von den ersten acht Spielen nur zwei, von den restlichen 26 dann 20. Das heißt, man verlor in den ersten acht Partien genauso oft wie in 26 folgenden. Und genau mit diesem schlechten Saisonstart verbaute man sich schon eine bessere Ausgangsposition für die Play-off. Jetzt im Nachhinein war es zwar egal von welchem Platz man in die Play-off startet. Wer konnte schon ahnen, dass sich die in der Abschlusstabelle vier bestplatzierten Mannschaften bereits in der ersten Play-off Runde verabschieden würden? Aber mit diesem schlechten Start sorgte man für Unruhe im Umfeld und bei den Fans.

Nicht Wenige kritisierten in dieser Phase Trainer Chris Fleming und die Mannschaft hart. Mehrmals kam ein Bruch ins Spiel weil Casey Jacobsen und Peja Suput, die beiden besten Bamberger Spieler, zusammen auf der Bank saßen. Gegen Ulm, Frankfurt und Weißenfels verschenkte man durch eine schwache Leistung im letzten Viertel den möglichen Sieg, obwohl man jeweils schon zweistellig führte.

Man kann nicht 34 Spieltage hochkonzentriert spielen, dies ist schon klar. Aber die Schwäche, Spiele nach hoher Führung auch siegreich zu beenden, zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Meister wird man im Juni, nicht im Oktober. Diese Aussage ist auch richtig. Wenn man jedoch mit sechs Niederlagen startet und diese Hypothek die gesamte Saison durchschleift, läuft man der Tabellenspitze immer hinterher. Andererseits ist es ja nicht so, dass man dies mit Absicht tut. Aber es ist schon die Frage nach den Gründen erlaubt.

Die Mannschaft blieb im Kern erhalten, mit Casey Jacobsen und Brian Roberts kamen nur zwei neue Stammspieler hinzu. Ein Schwachpunkt war zu Beginn der Aufbau. Mit einem nicht fitten John Goldsberry und Karsten Tadda als Backup zu starten, war ein Fehler. Erst mit der Nachverpflichtung Anton Gavels kam Sicherheit und Gefahr in den Spielaufbau.

Das Team wirkte nicht als Mannschaft, sondern wie eine Ansammlung guter Einzelspieler. Negativer Höhepunkt war die verheerende 44:62 Heimniederlage gegen Alba Berlin. Noch nie habe ich es erlebt, dass das Bamberger Publikum höhnisch Punkte des Gegner, noch dazu wenn er aus Berlin kommt, beklatschte. Als dann wenige Tage darauf auch noch klar gegen Bonn verloren wurde, schien das Aus für Chris Fleming nahe.

Doch der Overtime-Erfolg in Düsseldorf läutete die Wende zum Guten ein. Von den nächsten neun Spielen wurde nur noch eines verloren. Wie realistisch eine Entlassung Chris Flemings wirklich war, wird nur das Management wissen. Fakt ist aber auch, dass in Bamberg in den letzten 20 Jahren kein Trainer vorzeitig gehen musste. Ein langer Atem zahlt sich doch meist aus. Nach dem miserablen Saisonstart war aber auch klar, es muss sich etwas ändern.

Chris Fleming nahm einige taktische Änderungen vor, so rutschte Karsten Tadda für Brian Roberts in die erste Fünf, ebenso Tibor Pleiß für Elton Brown. Über die gesamte Saison betrachtet waren Bambergs Stärken die gute Abwehr und die beste Trefferquote aus dem Dreierland aller Teams. Mit Gavel, Goldsberry und Roberts hatte man drei sehr starke kleine Leute, die offensiv und defensiv viel Druck aufbauten. Dahinter klaffte aber eine Lücke. Tadda braucht noch Zeit, um ein vollwertiger Ersatz zu werden und Robert Garrett hatte in den letzten Monaten endgültig den Anschluss verloren.

Größter Schwachpunkt war der Rebound und hier vor allem die Arbeit am offensiven Brett. Man holte sich nur jeden vierten möglichen Abpraller. Teams wie Göttingen, Oldenburg und Bonn waren da wesentlich besser, die sich bis zu vier Rebounds mehr sicherten und so zu mehr zweiten Wurfchancen kamen.

Die Stärken lagen aber woanders. Immer, wenn man mit Leidenschaft, Einsatz, Intensität und als Mannschaft spielte, hatte es der Gegner schwer zum Sieg zu kommen. Oft wurde bereits im ersten Viertel ein großer Vorsprung herausgespielt und damit die Basis für erfolgreiche Partien gelegt. Bamberg war aber kein Comeback-Team. Lag man hinten, konnte man nicht viele Spiele noch drehen.

Wie geht es weiter? Die Mannschaft wird hoffentlich kein ganz neues Gesicht erhalten, es sollte unbedingt versucht werden Suput, Jacobsen, Goldsberry und Gavel zu halten, die für mich die Eckpfeiler dieser Mannschaft sind. Nach der endgültigen Trennung von Okulaja und Newson, die angeblich noch den Etat belasteten, sollte eigentlich ausreichend Geld vorhanden sein.

John Goldsberry

Vor Jahresfrist stellte ich an dieser Stelle die Frage, ob John Goldsberry nach seiner schweren Verletzung der Anführer sein kann, der er einmal in Leverkusen und Artland war. So eindeutig und klar kann die Frage immer noch nicht beantwortet werden. Bis Anfang dieses Jahres wäre die Antwort nein gewesen. Doch seit dem Frühjahr zeigt seine Leistungskurve steil nach oben. Zugute kam ihm die taktische Umstellung von Coach Chris Fleming ihn zusammen mit Anton Gavel spielen zu lassen, anstatt entweder ihn oder den Slowaken. So lastet nun nicht mehr die Last des Spielaufbaus und Vollstrecker alleine auf seinen Schultern.

Lange Zeit schien das Wort Verteidigung bei ihm eine allergische Reaktion hervorzurufen. Ein ausgezeichneter Passverteidiger war er schon immer, wenn es allerdings um die Mannverteidigung ging, zeigte der US-Boy oftmals typische amerikanische Schwächen. Aber auch auf diesem Gebiet hat er sich verbessert. Offensiv zeigte er seine Klasse: 58% Trefferquote aus dem 2-Punkte-Bereich sind der beste Wert des gesamten Teams, ebenso seine 3,3 Assists im Schnitt. Dass er keine Wurfmaschine ist und wohl auch nie werden wird, zeigen die 4,3 Würfe die er pro Partie nimmt. Aufbaukollege Anton Gavel ist da aktiver, er wirft 6,3-mal auf den gegnerischen Korb.

Sein Vertrag läuft aus. Ob ich ihn verlängern würde? Ein klares Ja. Erstens: Man weiß, was man an ihm hat, man kennt seine Stärken und Schwächen. Zweitens: Ich glaube er hat noch Potential im Tank, er kann noch mehr der Leader des Teams sein, seine Mannschaft tragen, Akzente setzen, offensiv wie auch defensiv. So wie er es die letzten Wochen tat.

Peja Suput

Der beste Spieler der Mannschaft, Punkt. Mehr gibt es nicht zu sagen. Für mich nicht nur der MVP des Teams, sondern auch der Liga.

Warum? Er kann von Position 2 bis Center alles spielen. Er hat dank der Ex-jugoslawischen alten Schule die technischen und taktischen Fähigkeiten zu dominieren. Er spielt nach Casey Jacobsen nicht nur die meisten Minuten, er nimmt auch mit 10,4 Würfen die meisten Schüsse und ist obendrein mit 4,7 gefangenen Abprallern vom Brett ein guter Rebounder. Und auf der Position 4 ist die Liste der Gegenspieler, die er in dieser Saison vernascht hat ziemlich lang. Wenn er seinen serbischen Tango auspackt, tanzt er seine Gegenspieler aus und lässt sie sehr alt aussehen.

Eigentlich gibt es in der Liga keinen Gegner, der ihn halten kann. Wenn er denn will.

Und das ist der Grund, warum Peja Suput eben nicht MVP der Liga wurde. Galavorstellungen wechseln sich halt auch mit Spielen ab, in denen man den Eindruck hat, er habe keine große Lust auf Verteidigung. Wenn er aber will, dann kann er schon mal einen Gegner komplett aus dem Spiel nehmen.

Er ist das lebende Mismatch. Groß genug um über seinen Gegenspieler hinwegzuwerfen oder schnell genug um mit ein, zwei Drehungen und aufgelöstem Sternschritt (ganz alte Schule; den übrigens kaum noch ein Collegeboy richtig gut kann) mit Unterhandkorbleger abzuschließen.

Auch sein Vertrag läuft aus, aber Suput und Brose sollen sich schon einig sein, den Vertrag zu verlängern. Andererseits wird ihm ein Angebot aus Berlin nachgesagt, die ja schon lange einen richtig guten Vierer suchen. Die Frage wird sein, tut er sich noch einmal 2 Jahre (wegen nur einem Jahr wird er sicher nicht nach Berlin mit seiner Familie umziehen) einen jugoslawischen Trainer an (ja, ich weiß Jugoslawien gibt es nicht mehr, aber ihr wisst schon, was ich meine)? Noch dazu einen Luka Pavicevic, der ja nicht ganz einfach sein soll.

Brian Roberts

Das laufende Phlegma. Ein wenig mehr gezeigte Emotionen wären nicht schlecht. Aber vielleicht würde er dann auch nicht mehr so gut treffen. Gerade das Eiswasser, was sicherlich in seinen Adern fließt, hat seiner Mannschaft einige Male den Arsch gerettet. Erinnern wir uns nicht alle mit Begeisterung an seine beiden Dreier, die im Eurocup eine schon verlorene Partie gegen die Italiener aus Biella in den Schlusssekunden noch drehen ließ.

Detlef Schrempf, vor Dirk Nowitzki der beste deutsche Basketballer in der NBA, kommentierte seine Rolle als 6. Mann (für die er zweimal von der Liga geehrt wurde) so: „Es ist nicht entscheidend, wer am Anfang auf dem Feld steht, sondern am Ende“.
Genauso wird sich wohl Brian Roberts seine veränderte Rolle schön geredet haben, als er aus der Starting Five flog und zum Edelreservisten wurde. Aber es spricht für seinen Charakter, dass er sich nicht hängen ließ und zum zweitbesten Scorer wurde.

Und eines ist in der abgelaufenen Saison auch klar geworden: Ein Aufbauspieler ist Brian Roberts nicht. Er kann auf dieser wichtigen Position aushelfen, aber die alleinige Verantwortung für den Spielaufbau ist bei anderen Akteuren besser aufgehoben. Darum verstehe ich die Absicht von Chris Fleming nicht, die dahinter steckt, wenn manchmal Brian Roberts den Ball bringt, obwohl John Goldsberry und Anton Gavel mit auf dem Parkett stehen. Spontan fällt mir das Spiel in Weißenfels ein, als ein Ballverlust von Roberts die Niederlage einläutete. Auch im Pokalfinale gegen Frankfurt wäre es fast schief gegangen, als er den Ball kurz vor dem Ende der Partie verlor und so das Spiel noch einmal eng und spannend machte. In solchen Situation darf er einfach nicht den Ball nach vorne tragen, dies muss ein gelernter Aufbauspieler machen.

Auch bei ihm ist eine zeitweilige Verteidigungsunlust festzustellen. Er kann seinem Gegenspieler schon auf den Füßen stehen und ihm das Leben zur Hölle machen – wenn er will. Manchmal läuft er aber auch nur nebenher und scheint das Geschehen aus der Distanz zu betrachten. Hier muss er an sich arbeiten.

Möchte ihn jetzt nicht schlechter machen als er ist. Seine Drives zum Korb sind schon eine Augenweide. Und nicht nur einmal fragte man sich, wie er es geschafft hat, den Ball im Korb trotz Bedrängnis unterzubringen. Außerdem gehört sein Wurf zu den elegantesten der Liga. Aber dafür kann man sich nichts kaufen.

Froh bin ich, dass er noch einen Vertrag für die nächste Spielzeit besitzt, denn auch bei ihm bin ich mir sicher, wir haben noch nicht alles von ihm gesehen. Schließlich ist er noch jung und hat gerade einmal zwei Jahre Erfahrung als Profi hinter sich.

Casey Jacobsen

Wie von mir vor der Saison prophezeit, spielte er nicht die dominierende Rolle wie noch im Meisterjahr 2007. Dazu hatte er diesmal stärkere Nebenleute in der Mannschaft. War er vor drei Jahren noch der Alleinunterhalter im Team, verteilte sich die Scoringlast diesmal auf mehrere Schultern.

Nach den beiden Jahren in der NBA bei Memphis und bei Alba Berlin schien er etwas Rost angesetzt zu haben. Zeichnete ihn bei seinem ersten Engagement in Bamberg noch die Schnelligkeit aus, mit der er einen Ball fangen und werfen konnte, verlängerte sich diese Zeit um winzige Bruchteile einer Sekunde. Dies langte aber aus, um den Gegenspielern eine bessere Verteidigungsposition zu ermöglichen. Die Folge war eine schlechtere Trefferquote. Aber im Laufe der Zeit fand er zu seiner alten Schnelligkeit zurück und variierte sein Spiel.

Vom rollenspielenden Distanzschützen gewandelt, zeigte er sein ganzes Programm. Seine dynamischen Bewegungen zum Korb gehören noch immer zum Feinsten. Aber dies ist nicht seine Hauptwaffe, dies ist eindeutig sein Distanzwurf, der zwar mit 38% Trefferquote nicht unbedingt sehr stabil ist. Dafür bindet er aber mindestens einen Abwehrspieler auf dem Flügel und eröffnet dadurch Räume für seine Mitspieler.

Außerdem scheint er so was wie die Mutter der Kompanie zu sein, der Leader of the Pack, der heimliche Chef. Er hält den Laden zusammen, staucht auch mal einen jungen Spieler zusammen oder verteilt anerkennende Klapse. Er ist sich aber auch nicht zu schade, den Balljungen zu spielen. So geschehen gegen Ende der regulären Saison, als er wegen einer Knieverletzung einige Partien aussetzte. Für einen Akteur mit 287 NBA Spielen keine Selbstverständlichkeit!

Defensiv ist er athletisch genug um auch größere Gegner zu verteidigen und flink auf den Beinen ist er allemal. Auch, wenn sein offensiver Output nicht beeindruckend scheint, ist er für mich neben Peja Suput der wichtigste Mann bei Bamberg. Es sollte versucht werden wenigstens einen, wenn nicht sogar beide für die neue Saison weiter zu verpflichten. Hinter vorgehaltener Hand spricht man davon, Casey Jacobsen hätte seinen Vertrag schon verlängert.

Anton Gavel

Was haben eigentlich die Scouts im Sommer getan? Offensichtlich haben sie alle geschlafen, denn den unbeschäftigten Anton Gavel hatte überhaupt keiner auf dem Radar. So versauerte er in der Slowakei bis der Anruf von Bamberg kam, um als Ersatz für den verletzten John Goldsberry einzuspringen.

Glück für uns. Ein Mann seiner Klasse hat es verdient in einer guten Mannschaft zu spielen. Und sind wir doch mal ehrlich: Er hat Chris Fleming den Job gerettet. 2-6 betrug die Bilanz der ersten Saisonspiele, ehe Anton Gavel zur Mannschaft stieß. Bis zum Jahreswechsel konnten dann acht der nächsten neun Ligapartien gewonnen werden.

Seine Qualitäten sind unbestritten. Er agiert mehr vom Zonenrand, kann seinen eigenen Schuss kreieren und aus dem Dribbling heraus werfen. Seine 2,3 Assist pro Spiel sind zwar ausbaufähig, dafür passt er sehr gut auf den Ball auf, lediglich 1,0 Ballverluste pro Spiel sind ein sehr guter Wert für einen Aufbauspieler.
Er gibt dem Bamberger Spiel Stabilität, Kreativität und Gefährlichkeit. Er ist das fehlende Puzzleteil, das aus einer verunsicherten, schwächelnden Mannschaft eine gute werden ließ.

Wie schon erwähnt, hat auch Chris Fleming erkannt, dass Gavel und Goldsberry einen unheimlichen Druck auf den Gegner ausüben können, vorne wie hinten. Anfangs ließ der Trainer meist nur einen von beiden spielen. Erst als sie zusammen in der Starting Five standen, wurde die Siegesserie, deren Krönung der Pokalsieg und die Meisterschaft waren, gestartet.

Will man das Haar in der Suppe finden, dann ist die Verteidigung nicht unbedingt das Steckenpferd von Anton Gavel. Ohne Frage, er ist ein guter Verteidiger, aber Offensivfouls zieht er fast so selten wie Tibor Pleiß Dreier wirft. Am Mann verteidigt er weniger gut als den Passweg.

Auch sein Vertrag läuft aus, es sollte aber unbedingt versucht werden, ihn zu halten.

Karsten Tadda

Mit den jungen Spielern muss man Geduld haben, nicht jeder ist ein spanischer Wunderjunge namens Ricky Rubio. Gerade die Youngsters unterliegen enormen Leistungsschwankungen. Oftmals prallen sie im Frühjahr gegen die Rookie-Wall und stürzen nach famosem Saisonbeginn in ein Leistungsloch. So ist es auch Karsten Tadda ergangen.

Als Bankdrücker eingeplant, rutschte er nach dem Saisonfehlstart für Brian Roberts in die erste Fünf und lieferte regelmäßig gute Leistungen ab. Nach einer erneuten taktischen Umstellung (Gavel und Goldsberry starteten) fand er sich auf der Bank wieder, um die Rolle als Energizer und 6. Mann zu geben. Seine Wurfquoten schmolzen im Frühjahr wie der Schnee in der Sonne. Ein sehr guter Verteidiger ist er aber geblieben.

Meist ist seine Spezialaufgabe, den gegnerischen Aufbauspieler unter Druck zu setzen. In der Offensive werden zwar manchmal Systeme für ihn gelaufen, aber mit einer Trefferquote aus der Dreierdistanz von nur 30% empfiehlt er sich nicht gerade als erste Wurfoption. Er genießt noch Welpenschutz, muss aber aufpassen, nicht als der ewige Rollenspieler mit beschränkter Verantwortung abgestempelt zu werden. Die Anlagen den nächsten Schritt zu tun hat er. Ob seine Zukunft jedoch auf der Aufbauposition liegt, da habe ich meine Zweifel. Die Position des Shooting-Guards scheint für ihn besser zu passen. Dafür muss aber sein Wurf noch konstanter fallen. Und er muss lernen noch mehr zum Korb zu ziehen und auch aus dem Dribbling heraus oder nach dem Stellen eines Blocks zu treffen. Aber der Junge hat noch Zeit und am Willen sich zu verbessern scheint es bei ihm auch nicht zu fehlen.

Elton Brown

Eigentlich bin ich ja ein Fan von ihm. Wenn er sich unter dem Korb mit seinem Gegenüber beharkt, dann ist pure Kraft und Leidenschaft zu spüren. Es gibt in der Liga nicht viele Center, die ihn stoppen können. Diesen Vorteil nutzt er oft aus, aber nicht immer.

Begeisternde Partien wechseln sich auch mit Spielen ab, in denen er überhaupt kein Land sieht, sich hängen und jeglichen Einsatz vermissen lässt. Er ist ein schwarzes Loch. Dies soll keineswegs auf seine Hautfarbe bezogen sein. Nein, wenn er einmal den Ball hat, gibt er ihn nicht mehr her.

Deutlich wird dies an seiner geringen Assistquote von 0,5. Hat er den Ball in seinen Händen, versucht er mit allen Mitteln den Korberfolg zu suchen, auch wenn drei Spieler der anderen Mannschaft ihm gegenüber stehen. Dann wird mit dem Kopf durch die Wand gegangen, wo ein Pass zu einem Mitspieler angebrachter wäre.

Auch wird kein anderer Bamberger Spieler so oft geblockt wie er – ein Indiz für mangelndes Passvermögen. In der Abwehr ist es schwer an ihm vorbei zu kommen, er hat die natürliche Härte im Programm, die manche Gegner schon als unfair einstufen. Mir gefällt es, ich bin aber auch ein Anhänger eines gepflegten Abwehrbollwerks, geprägt durch Helmanis, Ensminger und Nahar…

Sein Aktionsradius ist auf die unmittelbare Korbnähe beschränkt. Und seine Freiwurfquote von 52% ist schon fast centertypisch und macht ihn in der Schlussphase einer engen Partie anfällig für „Hack-a-Shack“. Dieser Begriff steht für das taktische Vorgehen des Gegners, bevorzugt einen freiwurfschwachen Spieler zu foulen und ihn an die Linie zu zwingen. Darum steht Elton Brown auch fast nie in knappen Partien am Ende auf dem Feld. Beim Rebound könnte er noch energischer zu Werke gehen. Auf 40 Minuten hochgerechnet schnappt er sich im Schnitt 2,5 Abpraller weniger als Tibor Pleiß.

Möchte ich ihn in der nächsten Spielzeit wiedersehen? Ich weiß nicht, bin mir unschlüssig. Er hat das Zeug dazu, Gegner zu dominieren, müsste dies aber konstanter zeigen. Und ob er dazu in der Lage und willig ist, bin ich mir nicht sicher. Auf der anderen Seite wird man schwer viel bessere und auch bezahlbarere Spieler finden.

Die Frage ist, welche Ausrichtung Chris Fleming bevorzugen wird. Will er auf schnelle bewegliche Männer im Frontcourt setzen, dann ist Elton Brown nicht der Richtige. Setzt er mehr auf den bulligen Centertyp, dann sollte man ihm einen neuen Vertrag anbieten. Man hört immer wieder die Namen Ruben Boumtje-Boumtje und Adam Chubb als mögliche Nachfolger.

Tibor Pleiß

Man konnte ja vor der Saison ahnen, welches Potential in Tibor Pleiß steckt. Aber, dass er eine solche Entwicklung nehmen wird, war nicht unbedingt vorherzusehen. In dem Jungen stecken Wille, Leidenschaft und Engagement. Man merkt dies nach misslungenen Aktionen, wenn er sich ärgert.

Tibor Pleiß scheut sich auch nicht, unter den Körben den harten Weg zu gehen, wo Körperkontakt zum Alltag gehört. Er hat schon mehr Centerbewegungen in seinem Repertoire als Tim Ohlbrecht je haben wird. Dank seiner Beweglichkeit kann er mit links und rechts abschließen.

Hat auch schon genug Spielverständnis um im Pick-and-Roll zu einfachen Körben zu kommen. Zuletzt traute er sich auch schon mehrfach einen Mitteldistanzwurf zu. Wenn er diesen noch hochprozentiger versenken würde, wäre er eine Offensivwaffe, die kaum zu stoppen sein wird.

Nicht selten bringt er Double-Doubles, also eine Ausbeute im zweistelligen Bereich bei Punkten und Rebounds. Er ist schnell genug, um auch im Fast-Break mitlaufen zu können. In der Abwehr ist er heute schon eine Macht. Durchschnittlich blockt er 1,4 Würfe des Gegners und dank seiner langen Arme zwingt er die Gegner zu schwierigen Würfen. In knapp 19 Minuten Einsatzzeit greift er sich 5,6 Rebounds. Ein paar mehr könnten es schon sein. Tibor Pleiß ist aber erst am Anfang seiner Entwicklung und hat in der abgelaufenen Spielzeit seine erste vollwertige Saison in der Bundesliga auf hohem Niveau absolviert.

Er hat zwar noch zwei Jahre Vertrag in Bamberg, wenn er sich aber weiterhin so entwickelt, wird er kaum zu halten sein. Eine Ausstiegsklausel für die NBA besitzt er ja schon, aber er hat mindestens ein weiteres Jahr in Franken bestätigt. Um  aber in der besten Liga der Welt eine Rolle zu spielen, muss er sein Spiel und auch sein Gewicht auf ein höheres Level heben.

Robert Garrett

In der vergangenen Zeit habe ich Robert Garrett nicht immer gelobt, zuletzt auch öfters kritisiert. Dafür habe ich mir so manchen bösen Kommentar anhören müssen.

Wenn wir alle Emotionen und persönliche Zu- oder Abneigungen weglassen, dann muss heute auch dem fanatischsten Robse-Fan klar werden, die Zeit für Robert Garrett in der ersten Liga ist abgelaufen.
Ich finde es gut vom Management, ihm ein Schicksal wie es Eric Taylor widerfahren ist, erspart zu haben. Obwohl es auch innerhalb des Klubs Personen gab, die seine Entlassung forderten. Dazu hat der Unterfranke in den letzten fast fünf Jahren zu viel für Bamberg geleistet.

Was war Robert Garrett einmal für ein guter Basketballer. Berüchtigt seine wilden fünf Minuten, als er heiß lief und jeden Wurf traf. Davon ist leider fast nichts mehr übrig geblieben. Offensiv fallen seine körperlichen Defizite nicht so auf, defensiv jedoch war er zuletzt ein Unsicherheitsfaktor. Auf der Position zwei und drei hat man es heutzutage mit jungen, athletischen Gegenspielern zu tun, die aggressiv zum Korb ziehen. Da kann Robert Garrett in der Bundesliga nicht mehr mithalten. Immer öfters sah er nur noch die Haken seiner Gegner, oder kam einen Schritt zu spät. Schade, dass eine Karriere so enden muss.

Eric Taylor

Auch an Eric Taylor hat der Zahn der Zeit genagt. Es ist schon erstaunlich, wie er im letzten Jahr den Anschluss an die Mannschaft verlor, in der Rotation immer weiter nach hinten rutschte und dann am Ende gar nicht mehr spielte. Ähnlich wie Robert Garrett war er körperlich nicht mehr in der Lage mitzuhalten. Zu oft lief er seinen Gegenspielern nur noch hinterher.

Als Typ hat mir Eric Taylor gefallen. Wie er in seinen viel zu kurzen Hosen mit Trippelschritten als O.J. Simpson-Klon über das Parkett lief, das hatte schon was. Oder sein Warm-Up Procedere vor den Partien grenzte schon fast an Klamauk.

Im Winter wurde sein Vertrag schließlich in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Eric Taylor wechselte nach Düsseldorf, mit denen er abstieg.

Beckham Wyrick

Es können immer nur fünf Spieler gleichzeitig auflaufen und noch mal drei bis vier gehören der Rotation an. Dann bleiben für einen Beckham Wyrick halt nur elf Minuten Einsatzzeit im Schnitt übrig.
Er kann vieles, aber wenig richtig gut. Zu seinen Stärken zählt eindeutig seine Einstellung. Ist er auf dem Feld, zeigt er vollen Einsatz.

Er holt fast so viele Rebounds wie Mark Worthington, obwohl dieser länger auf dem Parkett steht. Für einen Vierer ist er fast ein wenig zu klein und für die Position Drei ist seine Wurfquote von 33% zu schwach. Ihn als Kampfschwein zu bezeichnen, würde den Nagel auf den Kopf treffen. Er machte viele kleine Dinge, die auf keinem Scoutingbogen auftauchen, für den Teamerfolg aber enorm wichtig sind. Wieder ein Indiz für seinen Willen. Der US-Amerikaner spricht mittlerweile gut Deutsch, auch ein Zeichen für seinen guten Charakter. Manch anderer US-Boy konnte nach fünf Jahren Deutschland gerade einmal „Guten Tag“ sagen.

Sein Abschied steht fest, er  wechselt in die ProA zu Bayern München.

Mark Worthington

In vielen Dingen erinnert mich der Australier an Uvis Helmanis. Seine Statur, seine Treffsicherheit aus der Distanz, seine Robustheit und auch seine Härte ähneln dem Letten, der einige Jahre für Bamberg auflief.

Als Backup für Suput im Februar nachverpflichtet, war klar, dass er nur eine beschränkte Rolle wird spielen können. Aber hat sich der Deal für beide Seiten gelohnt? Ja und nein. Mark Worthington kommt fast nur dann, wenn Suput geht, ohne aber dessen Rolle zu übernehmen. Suput ist sehr oft im Angriff die erste Option, Worthington ist dies nicht. Es werden wenige Systeme für ihn gelaufen. Er bekommt meist den Ball, wenn die anderen Spieler keine Möglichkeit mehr sehen zum Abschluss zu kommen, muss dann schwierige Würfe nehmen.

Und darunter leidet seine Trefferquote, die mit 32% die Schwächste aller festen Rotationsspieler ist. Und 2,2 Rebounds in 16 Minuten Spielzeit sind für einen Power Forward fast schon  beschämend wenig. Aber er gibt dem Team Härte, die gerade auf den großen Positionen lange Zeit vermisst wurde. Er ackert, er kämpft, er geht dorthin wo es wehtut. Und er hat die Fähigkeit mit Anlauf in Eins-gegen-Eins zum Korb zu ziehen, für einen Spieler seiner Größe keine Selbstverständlichkeit.

Die Frage wird sein, ob er sich mit der Rolle als Backup auch in der nächsten Spielzeit zufrieden geben wird. Oder, ob er wieder zurück nach Australien geht, wo er als Nationalspieler eine große Nummer ist. Für einen Verbleib in Bamberg spricht die Belastung mit Bundesliga und Euroleague in der neuen Saison. Peja Suput wird auch nicht jünger, seine Spielzeit wird sich in Zukunft bestimmt nicht erhöhen und ein fitter Mark Worthington wäre eine wunderbare Ergänzung.




Saisonbilanz 2009

Saisonbilanz, brose baskets Bamberg   |  

Comments Off

Jetzt ist sie aus, die Saison 2008/2009 der Brose Baskets Bamberg. Eine Saison mit einem halbwegs versöhnlichem Ende, aber einem Verlauf der bei so manchem Basketballfan die grauen Haare nicht weniger werden ließ.
Die Bilanz der nun abgelaufenen Saison möchte ich in mehrere Themenbereiche aufteilen:
Trainer, Fans und Spieler.

Trainer

Nach dem Ende der Ära Dirk Bauermann wurde in Chris Fleming recht schnell ein neuer Übungsleiter gefunden. Dass mit Chris Fleming ein anderer, ein neuer Stil in Bamberg Einzug halten würde, war Jedem klar und die Erwartungen waren hoch. Man erhoffte sich einen attraktiveren Basketball als er in der letzten Zeit von Dirk Bauermann gespielt wurde. Auch ging dem neuen Trainer der Ruf voraus bei der Auswahl seiner Spieler stets ein glückliches Händchen zu haben.
Nicht alles, was man erwartete, wurde auch erfüllt.
Nicht jeder der Zuschauer war immer mit dem einverstanden, was Chris Fleming an taktischen Vorgaben an seine Spieler ausgab. Es ist aber auch nichts Neues, dass von den 6800 Zuschauern mindestens 6000 dabei sind, die alles besser wissen. Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Trainers es der Kulisse auf den Tribünen Recht zu machen. Ich gehe mal davon aus, dass Chris Fleming immer einen Game Plan hatte und wusste, was er tat. Zumindest meistens.
Auf der anderen Seite gab er aber auch vor einigen Wochen zu, in dieser Saison einiges dazu gelernt zu haben. Es steht mir nicht zu, die Taktik zu kritisieren, dazu verstehe ich davon zu wenig.
Was ich aber bemängeln muss, ist die Spielerauswahl. Ich werde nie verstehen, warum er bei Amtsantritt nicht tabula rasa gemacht hat und sich von Altlasten trennte. Jeder der Augen im Kopf hat, musste doch erkennen, dass ein Duo Greene/Garrett eher suboptimal ist.
Vom Berliner Coach Pavicevic mag man halten was man will, aber er hat es vor zwei Jahren richtig gemacht. Er schmiss fast die gesamte Mannschaft raus und trennte sich trotz laufender Verträge von den Spielern, die nicht in sein Konzept passten. Dies hat Chris Fleming verpasst.
Wie konnte man nur Robert Garrett einen Zwei-Jahres-Vertrag geben? Dass mit Demond Greene kein Krieg zu gewinnen ist, müsste sich doch auch herumgesprochen haben. Und dass die Personalie Ohlbrecht auch nicht unbedingt eine Win-Win Situation ist, war zu erahnen.
Und auf die ganzen Spieler die verpflichtet und dann nach kurzer Zeit wieder weggeschickt wurden, werde ich noch weiter unten eingehen.
Ausgehend vom Etat, der ja wohl zu dem Höchsten in der Liga gehört, ist das, was unter dem Strich herauskam, zu wenig. Von den drei gesteckten Zielen (Einzug in die nächste Runde im Eurocup, Pokal Top 4 und Halbfinale + X in der Bundesliga) hat man zwei mit Pauken und Trompeten verpasst.

Die Mannschaft hatte vier Probleme, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zogen:
- ein Scoringproblem
- ein Reboundproblem
- ein Crunchtimeproblem
- zu viele vermeidbare Ballverluste

Scoringproblem: Konstante Gefahr für den gegnerischen Korb ging eigentlich nur von Peja Suput und Elton Brown aus. Von 48 Spielen waren diese beiden Spieler 26mal die besten Korbschützen und sie zeichneten für fast ein Drittel aller Bamberger Punkte verantwortlich. Kein anderer Akteur verstand es stabil zweistellig zu punkten. Es gab zwar von dem Einem oder Anderen mal ein Highlight, Konstanz war aber selten vorhanden.

Reboundproblem: Mit 33 Rebounds pro Partie rangiert man im Mittelfeld (Platz 11) aller 18 Teams. Und zieht man nur die Offensivrebounds zu Rate liegt man mit 8,8 nur auf Platz 15. Wichtiger wäre aber eine Statistik wie oft man dem Gegner Offensivrebounds gestattete. Und da ist man gefühlt am letzten Platz.
Rebounding ist Einstellungs- und Willenssache. Nicht umsonst befinden sich in dieser Statistik schon seit Jahren mit Chris Ensminger und Jeff Gibbs eigentlich immer dieselben Akteure auf den vordersten Plätzen.
Einstellung und Wille, diese zwei Tugenden haben ich in manchen Spielen bei den Bambergern vermisst. Zu oft agierte man lustlos, war geistig langsamer als der Gegner. Rebounding ist auch Teamsache, auch die Flügel- und Aufbauspieler müssen energisch versuchen, sich vom Korb abprallende Bälle zu sichern.
Wie man die Misere beheben kann? Ganz einfach, es müssen Typen verpflichtet werden, die „Big Balls” haben. Auf gut Bayrisch gesagt, Spieler die sich  um nix „scheißen”, die rein gehen ins Getümmel, die ohne Rücksicht auf Verluste immer alles geben.

Crunchtimeproblem: Wie viele enge Spiele hat man gewonnen? Wie oft hat man in den letzten Sekunden, im letzten Angriff, am Ende der Viertel einen Angriff erfolgreich abgeschlossen? Welchem Spieler würde man im letzten Angriff den Ball geben? Mir fällt spontan außer Peja Suput keiner ein. Und genau das ist das Problem. Ich möchte jetzt nicht an die gute alte Zeit erinnern, aber früher konnte man einem Mike Jackel, einem Kai Nürnberger, einem Keith Gray, einem Derrick Taylor oder einem Demond Mallet bedenkenlos den Ball geben und man konnte davon ausgehen, dass mit großer Wahrscheinlichkeit etwas Zählbares dabei herauskam. Diese Ausnahmeakteure wachsen aber nicht auf den Bäumen und kosten heutzutage viel Geld. Aber genau so einen Vollstrecker hatten wir nicht.

Ballverluste: Ich muss nochmal die Statistik bemühen, aber auch bei der Anzahl der Ballverluste je Spiel war Bamberg mit Platz 11 (14,8) nur Mittelmaß. Kaum einer der vielen Aufbauspieler die in der abgelaufenen Saison versuchen durften das Bamberger Spiel zu lenken, vermochte die nötige Sicherheit ins Spiel zu bringen. Ständig war man in Gefahr, das Spielgerät zu verlieren. Von guten Aufbauspielern darf man mehr erwarten.

Fans

Die Bamberger Zuschauer sind schon ein besonderes Völkchen. Da spielt ihre Mannschaft um Platz 8 herum, bringt teilweise grausame Leistungen und die Jako-Arena ist trotzdem voll. Ich bin mir sicher, in jeder anderen Stadt wäre es nicht so. Die Bamberger sind leidensfähig, aber nicht dauerhaft. Der Zuschauerzuspruch ist kein Selbstläufer und noch eine weitere Saison mit so vielen Up- and Downs werden sich die Fans nicht bieten lassen. Ich persönlich kenne drei Dauerkartenbesitzer die nach dieser Saison ihre Tickets zurückgegeben haben.

Spieler


Goldsberry:

Als er im Sommer von Quakenbrück nach Bamberg wechselte, ging ihm der Ruf voraus, der beste Spielmacher der Liga zu sein. Doch eine schwere Knorpelverletzung im Knie zwang ihn erst einmal zum Zuschauen. Sein Comeback wurde immer weiter verschoben und zeitweise schien es, als würde er überhaupt nicht mehr für Bamberg spielen können. Doch Ende Februar war es soweit, überraschend für die Fans, feierte er seinen Einstand beim Erfolg gegen Trier.
Lag es nur an ihm oder in Kombination mit dem ebenfalls nach verpflichteten Elton Brown, Bamberg kehrte jedenfalls in die Erfolgsspur zurück. Wurden ohne ihn nur 45% der Bundesligaspiele gewonnen, so waren es mit ihm 75%. Sofort merkte man, er macht die Mannschaft besser, er hebt das Niveau auf eine andere, höhere Ebene. Mit ihm erhielt das Spiel eine wesentliche Struktur, eine Struktur die von Saisonbeginn an gefehlt hatte. Nach den Forte-, Jordan-, und Dickau-Fehlgriffen war das allerdings das Mindeste, was man von einem Spielmacher erwarten konnte.

Ist er aber der Spieler, der Bamberg in der Zukunft zum Meister machen kann? Da habe ich so meine Zweifel. Aus heutiger Sicht würde ich die Frage mit Nein beantworten. Keine Frage, er ist ein Floor General, der den Pass dem Schuss vorzieht. Er organisiert das Spiel besser als Steffen Hamann, dafür ist er ein weniger guter Verteidiger und mit langsamen ersten Schritt ausgestattet, so dass er Probleme hat mit dem Ball am Gegner vorbei zum Korb zu ziehen. Aber gerade im modernen Basketball ist es wichtig, dass von jedem Spieler Korbgefahr ausgeht. Dazu gehören Distanzwürfe und auch Penetration zum Korb, was er jedoch so gut wie nie macht. Seine 6,7 Punkte je Partie sind für einen Aufbauspieler einfach zu wenig. Ich bin mir aber auch sicher, den wahren John Goldsberry haben wir noch nicht gesehen. Nach so einer langen und schweren Verletzung kann man nicht sofort wieder bei 100% sein. Um sein volles Leistungsvermögen abzurufen, wird es bestimmt noch einige Zeit brauchen. Und ob er dann der Spielgestalter sein wird, den Bamberg braucht um erfolgreich zu sein, darauf bin ich gespannt.

Greene:

In mir schlagen zwei Herzen. Das eine sagt, Demond Greene ist ein hervorragender Verteidiger, wenn nicht sogar einer der besten der Liga. Er kann fast jeden seiner Gegenspieler in den Wahnsinn treiben, wenn er auf ihn angesetzt wird. Das andere Herz meint, Demond Greene ist in der Offensive ein Mitläufer, ein Schönwetterspieler. Dies mag jetzt hart klingen, aber nur 8,1 Punkte/Partie sind für einen Flügelspieler nicht genug. Sein Wurf fällt nur, wenn er in unmittelbarer Korbnähe oder jenseits der Dreierlinie abdrückt. Dreier trifft er aber nur dann, wenn er sie nicht aus dem Dribbling heraus nehmen muss. Erst im Frühjahr entdeckte er, dass er sich wieder trauen kann, auch einmal zum Korb zu ziehen. Vorher verließ er sich nur auf seinen Distanzwurf.

Würde ich ihn weiter verpflichten? Schwierige Entscheidung. Seine Einstellung und sein Einsatzwille sind über jeden Zweifel erhaben. Ich messe ihn aber immer an seinen Gegenspielern. Diese sind meist 10 bis 15 cm länger und noch eine Spur schneller.

Wie viele Spiele hat er für Bamberg entschieden? Von den 48 Partien in dieser Saison sicher nur wenige. Insgesamt ist Bamberg mit Garrett und Greene zu schwach besetzt. Nachdem Garrett noch einen Vertrag hat, sollte Greene gehen. Und beide nur auf die Bank zu setzen und als Rollenspieler zum Einsatz zu bringen, dafür ist Greene als deutscher Nationalspieler zu teuer.

Garrett:

Und damit bin ich bei dem anderen Problemfall auf dem Flügel. Die Positionen zwei und drei waren eindeutig einer der Schwachpunkte in der abgelaufenen Saison, eigentlich sind sie das schon seit zwei Jahren. Ein Basketballfan meinte jüngst über Robert Garrett, er sieht aus wie ein Tanzbär. Dass er nicht in optimaler körperlicher Verfassung ist, scheint offensichtlich. Leider hat sich an diesem Zustand schon seit zwei Jahren nichts verändert. Robert Garrett ist ein Mitläufer, einer der nur alle paar Spiele einmal aus dem Wachkoma erweckt wird. Dann aber haut er Spiele raus, nach denen ihn fast alle zum Helden ernennen. Leider sind dies aber absolute Einzelfälle.

Letztens hatte ich am Abend nichts zu tun, also schaute ich mir eine DVD der Euroleague-Spiele aus der Saison 2005/06 an. Der Robert Garrett von damals ist mit dem Robert Garrett von heute überhaupt nicht zu vergleichen. Man kann sich nicht immer nur an die Taten der Vergangenheit erinnern, was zählt sind die Leistungen die hier und heute erbracht werden. Und heute fehlt ihm einiges an Spritzigkeit, Schnelligkeit, Wendigkeit. So ist er der Mannschaft nur selten eine Hilfe. Positiv zu erwähnen ist aber auf jeden Fall seine Identifikation mit dem Standort Bamberg und sein Basketballverständnis. So prangerte er öffentlich die mangelnde Fähigkeit einiger Teamkollegen an, die Anweisungen des Trainers umzusetzen. Dies allein macht ihn schon wieder sympathisch. Da er noch einen Vertrag hat, werden wir ihn auch in der nächsten Spielzeit wiedersehen.

Tadda:

Karsten Tadda ist ein Pfand für die Zukunft, denn er ist erst 19 Jahre jung. Trotz seines Alters legt er eine Kaltschnäuzigkeit an den Tag, die beeindruckt. Er traut sich was, bringt offensichtlich die richtige Einstellung zum Basketball mit und hat einen sicheren Wurf. Alles Eigenschaften, die man nicht unbedingt lernen kann. Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht. Karsten Tadda hat sie. Und das macht mich für die Zukunft optimistisch was den Jungen betrifft. Je länger die Saison dauerte, umso öfter und länger durfte er zeigen was er kann. Folgerichtig spielte er in der Rotation eine feste Rolle. Vergleiche mit dem jungen Steffen Hamann sind erlaubt. Der Unterschied zwischen dem inzwischen in Berlin spielenden Ex-Bamberger und Tadda ist ganz einfach: Tadda kann werfen.

Suput:

Eigenlob stinkt, aber ich habe es schon immer gewusst: Peja Suput kann in Bamberg eine dominante Rolle spielen. Dank eines sehr hohen Basketball-IQ hat er das Spiel verstanden, was man nicht von allen im Bamberger Team sagen kann. Da macht sich halt die jugoslawische Basketballschule bemerkbar. Spieler vom Balkan können mit dem Ball alle etwas anfangen, sind meist nicht nur auf Spezialrollen oder Sonderaufgaben limitiert. So auch Peja Suput. Er kann von Position zwei bis vier alles spielen, wobei seine Stärken aufgrund seiner Größe doch mehr auf den großen Flügelpositionen liegen. Weil er trotz seiner Länge sehr beweglich ist, kann er es im Angriff auch mit kräftigeren Verteidigern aufnehmen. Und steht ihm ein kleinerer Abwehrspieler gegenüber, dann wird einfach über ihn drüber geschossen. Gut, dass er noch einen Vertrag hat. Einzige Schwäche ist seine gelegentliche Unlust Defensive zu spielen.

Ohlbrecht:

Ich habe es aufgegeben an ihn zu glauben, er hat sich seit zwei Jahren nicht weiterentwickelt, keinen Sprung nach vorne gemacht, ihm mangelt es an den Basketball Center-Basics. Er besitzt so gut wie keinen ordentlichen Center-Move. Seine einzige Stärke sind sein ganz passabler Distanzwurf und seine Blockgefährlichkeit. Wenn ich aber wie er 2,10 m lang wäre, dann könnte ich es auch.

Er wird in den Medien immer mal wieder mit Dirk Nowitzki verglichen, wofür Tim Ohlbrecht aber nichts kann. Er hat aber nicht die Präsenz von Nowitzki, nicht die Dominanz, nicht den Führungsanspruch. Und auch nicht den Charakter. Tim Ohlbrecht hat nicht genug Biss. Er lässt das Spiel einfach nur auf sich zu kommen und er muss selbstkritischer werden.

Ohlbrecht ist tatsächlich ein großes Talent. Wahrscheinlich das größte im deutschen Basketball. Athletik, Ballgefühl, Koordination, alles erste Sahne. Wie es aussieht, liegt das Problem zwischen den Ohren. Es fehlt der Wille, die Bereitschaft, sich zu quälen. Manager Wolfgang Heyder bringt es auf den Punkt: „Er muss mehr für sich tun. Sonst bleibt er mit all seinem Talent auf der Strecke.” Coach Fleming über Tim Ohlbrecht: „Tim hat zu wenig in seine Karriere investiert. Ein junger Spieler hat es selbst in der Hand, was aus ihm wird. Und dafür muss er eben auch der Erste sein, der zum Training kommt, und der Letzte, der geht.” Und wer mehr mit Eskapaden abseits des Basketballfeldes im Bamberger Nachtleben auffällt, dem scheint auch die Konzentration auf das Wesentliche eines Basketball Profis zu fehlen. Außerdem ist er sehr verletzungsanfällig. Es vergeht keine Spielzeit in der er nicht mindestens zwei bis dreimal wegen Blessuren ausfiel. Ich mag ihn in einem Bamberger Trikot nicht mehr sehen.

Newson:

Newson hat überragende Anlagen, wahrscheinlich noch mehr für die NBA geschaffen als für Europa. Sein Körper schreit geradezu nach der NBA. Aber hart ausgedrückt: Außer springen wie eine Pferd kann er nichts. Er hat für einen Spieler auf der Position drei keinen stabilen Wurf, Abwehr kann (oder mag) er nicht spielen. Ab und an mal einen Highlight-Poster-Dunk, dafür braucht man ihn nicht.
Er ist eben nur ein „immer mal wieder” guter Spieler, Konstanz gehört nicht zu seinen Stärken. Irgendwas muss zwischen ihm und Trainer Fleming vorgefallen sein. Es war auffällig, dass er nach einem Trainingslager im Januar so gut wie keine Spielzeit mehr erhielt. Da er noch für die nächste Saison einen Vertrag besitzt, wird es spannend zu sehen, wie es mit ihm weitergeht. Laut den letzten Aussagen plant man ohne ihn, Newson bekräftigt aber seine Absicht auch in der nächsten Saison für Bamberg zu spielen. Meine Vermutung ist, man wird sich auf eine Vertragsauflösung einigen.

Taylor:

Ich kenne ihn zwar persönlich nicht, aber ich mag ihn. Es liegt sicher nicht an seinen zu kurzen Shorts, die aussehen wie ein 80er Jahre Retro-Style. Es ist vielmehr seine kämpferische Art, keinen Ball verloren zu geben. Sein Einsatz, sein Wille, seine Leidenschaft und Begeisterung machen ihn für mich sympathisch. Außerdem ist es ein Bild für Götter, wenn er mit seinem winzigen Hund spazieren geht. Basketballtechnisch ist er limitiert, es gibt talentiertere Spieler. Eric Taylor macht aber genau das, was man von ihm erwartet, aber eben auch nicht mehr. Er ist der typische Rollenspieler. Aber auch die braucht man in einer Basketballmannschaft. Er hat noch einen Vertrag, also freue ich mich schon ihn wiederzusehen.

Wyrick:

Beckham Wyrick ist eine alte Kampfsau. Und dies ist keinesfalls negativ zu verstehen. Seine Einsatzzeit ist nicht die Größte, wird es wohl in Bamberg auch nie werden. Aber wenn er auf dem Parkett steht, gibt er immer alles. Er hechtet sich nach jeden Lose-Ball, geht aggressiv zum Rebound und geht auch mal dorthin wo es wehtut. Kurzum: einer, der viele kleine, versteckte Dinge macht, die für den Teamerfolg wichtig sind, aber auf keinem Scoutingbogen auftauchen. Ich würde mich freuen, ihn auch in der nächsten Saison für Bamberg auflaufen zu sehen.

Johnson:

Alles ein großes Missverständnis, so ist die Personalie Alexander Johnson am besten zu beschreiben. Von seinen Fähigkeiten her brachte er fast alles mit. Er war athletisch, holte Rebounds und hatte einen akzeptablen Wurf. Sein großes Manko war aber sein Wesen. Er scherte sich nicht um das Team, um die Fans (so ging er anfangs nach den Spielen nicht mit auf die Runde um die Fans abzuklatschen), hielt keine Arzttermine ein und kam zu spät zum Training (oder manchmal auch gar nicht). So einen Typen kann man nicht gebrauchen, auch wenn er ohne Zweifel spielerisch einiges drauf hatte. Bundestrainer Dirk Bauermann sprach im Frühjahr, angesprochen auf einer Diskussion bezüglich der Verteilung der Spielanteile von Deutschen und Ausländern davon, dass „manche US-Amerikaner, wenn sie nicht Basketball spielten, in einem Supermarkt Kisten schleppen würden”.
Diese Aussage kann man bewerten wie man will, würde auf Alexander Johnson aber wahrscheinlich zutreffen.

Jordan:

Einen klangvolleren Namen als Michael Jordan gibt es im Basketball nicht. Dass der Michael Jordan, der einige Monate für Bamberg spielte, die Erwartungen die an ihn gestellt wurden, nicht erfüllte, war bedauerlich. Er hatte einige gute Partien, konnte insgesamt aber dem Spielaufbau nicht die erhoffte Struktur und Stabilität verleihen. Als man dann die Möglichkeit erhielt Dan Dickau zu verpflichten, war sein Abgang nach Köln Realität.

Dickau:

Ich möchte jetzt einmal zitieren, was ein User in einem Internetforum schrieb: „Eine Respektlosigkeit ohnegleichen, wie man sich ihm gegenüber verhalten hat. Dieser Mann hatte einen Vorteil: er hat genau 300mal öfter in der NBA gespielt als Goldsberry oder Rivera. Das will etwas heißen. Dass er kein Abwehrgott ist, das hat man ja schon vorher gewusst. Mag auch sein, dass er eine Mimose war. Aber er hat in fünf Spielen eine nahezu göttliche Offensivleistung gebracht, ebenso das Pokalspiel in Düsseldorf beinahe gedreht. Er hatte das Spiel weit mehr im Griff als man ihn hat machen lassen. Wenn man ihm das entsprechende Vertrauen entgegengebracht hätte, dann wären seine Ballverluste reduziert worden und dann hätte er sich auch auf die kleinlichen BBL-Schiedsrichter einstellen können. Nein, so geht man nicht mit einem Spieler dieser Qualität um.”

Viel Wahres ist in den Zeilen enthalten. Möchte mir es aber nicht nehmen lassen zusätzlich noch einige Anmerkungen zu bringen. Hätte man gewusst, dass John Goldsberry so schnell wieder spielen kann, dann hätte man Dan Dickau mit Sicherheit nicht geholt. Sein Pech war sicherlich auch, dass er sich genau dann verletzte, als Goldsberry wieder spielte. Und als Dan Dickau dann wieder fit war, gab es einfach keinen Platz mehr in der Rotation. Obwohl man seine Offensivkraft in einigen Partien, als vorne überhaupt nichts klappen wollte, hätte gut gebrauchen können.

Rivera:

Eigentlich will ich ihn in Bamberg nicht mehr sehen. Filiberto Riviera hat sich im Dress der Brose Baskets als das präsentiert, was er immer war (mit Ausnahme einiger Playoff-Spiele 2007): Ein verkappter 2er ohne Wurf. Die meisten seiner Punkte erzielte er durch Zug zum Korb. Sein Distanzwurf ist zu unbeständig und seine eigentliche Stärke, die Schnelligkeit beim coast-to-coast zeigte er zu wenig (oder durfte er nicht mehr?). Beim Ziehen unter den Korb sind seine Korbleger viel zu wackelig. Mindestens drei Partien gingen deswegen verloren, weil er die vermeintlich einfachen Korbleger nicht verwandelte. Als Aufbauspieler ist er auch kein Meister seines Fachs. Zu oft dribbelte er auf der Stelle und ließ wertvolle Zeit verstreichen. Überraschende Ideen gingen von ihm keine aus. Und wenn er den Ball hatte, bestand permanent die Gefahr ihn vom Gegner geklaut zu bekommen.

Brown:

Erst im Januar nach Bamberg gekommen, brauchte er einige Wochen um körperlich fit zu werden. Ich werde es nie verstehen, warum Spieler, die ohne Vertrag sind, sich physisch nicht besser vorbereiten. Sie müssen doch damit rechnen jederzeit von einem Club verpflichtet zu werden. Da muss man doch topfit sein. Er war es jedenfalls nicht. Als er endlich den gewünschten körperlichen Leistungsstand erreichte, stiegen auch seinen Punkte- und Reboundwerte. Realistisch betrachtet gab es in der Liga, mit Ausnahme des Oldenburgers Bumtje Bumtje, keinen Gegenspieler, der es ernsthaft mit ihm aufnehmen konnte. Eigentlich ist er für die Bundesliga viel zu gut. Und das wird das Problem sein, ihn weiter zu verpflichten. Seine guten Spiele in den letzten Monaten werden bei anderen europäischen Vereinen Begehrlichkeiten wecken.





Copyright © 2009 brose baskets Fan-Seite. All rights reserved.

Counter