Archiv für den Monat: November 2010

Am Ende kackt die Ente

von wbeyersdorf am 26. November 2010

Ein Sieg in letzter Sekunde ist das Schönste was es gibt. Er löst unbeschreibliche Glücksgefühle aus, setzt Emotionen frei, die es sonst nur selten gibt. Nach der 67:68 Niederlage am Donnerstag gegen Rom durften nur die Gäste dies erleben. Bamberg jubelte – aber nur bis 1,7 Sekunden vor dem Ende.

Brian Roberts hatte gerade mal wieder einen seiner unglaublichen Dreier getroffen und Bamberg mit 2 Zählern in Front gebracht. Aber ein Spiel dauert bekanntlich 40 Minuten und nicht nur 39:58,3 Minuten. Schade – dieses Wort hörte man nach der Partie häufiger. Bamberg hat nun in der Euroleague die dritte Partie in Folge mit 4 oder weniger Punkten verloren. Mit etwas mehr Glück, oder Begünstigung der Schiedsrichter, könnte unsere Bilanz wesentlich besser aussehen.

Die Niederlage tut weh, zeigt aber auch deutlich, Bamberg kann in der europäischen Königsklasse mithalten und eine durchaus respektable Leistung zeigen. Was zählt sind aber nur Siege, Meister der Herzen ist ein Titel für den man sich nichts kaufen kann. Sechs Spieltage sind in der Euroleague absolviert, gesehen habe ich alle, sei es nun live in der Stechert-Arena oder vor dem PC mittels eines Internetstreams.

Das Bamberg in Europa so gut mithalten kann liegt sicherlich zum Großteil an der geschlossenen Mannschaftsleistung. Um aber Duftmarken zu setzen, sprich Erfolge zu haben, bedarf es aber auch Einzelkönnern, die sich über das Kollektiv erheben. Spieler, die den Unterschied machen, hat Bamberg im Grund nur zwei, vielleicht drei.

Brian Roberts gehört auf jeden Fall zu den Akteuren, die konstant auf hohem Niveau agieren. Er hat den Killerinstinkt schwierige Würfe zu treffen, im Tennis würde man sagen, er macht die „Big Points“. Seine Leistungskurve zeigt nach oben, er hat sich zur letzten Saison verbessert, Er nimmt sich zwar immer noch seine Auszeiten, trifft aber, wenn es darauf ankommt.

Der zweite Spieler, die europäisch mithalten kann ist Kyle Hines. Erwarten konnte man dies nicht, ist er doch mit offiziell 1,96 Metern seinen Gegenspielern auf der Centerposition um mindestens einen Kopf unterlegen. Er ist aber so schnell, wendig und mit soviel Kraft und Athletik ausgestattet, dass er sich am Korb immer wieder durchsetzen kann – und dies konstant in fast jedem Spiel.

Dahinter kommen mit Abstrichen Casey Jacobsen und Peja Suput. Beides sind Akteure, die mal ein Highlight – ich spreche nur von der Euroleague – setzen können, dies aber nicht jeden Spieltag. Ganz klar blieben den Beweis europäischer Tauglichkeit bislang Reyshawn Terry und Tibor Pleiß schuldig. Terry ist ein Backup für Peja Suput, mehr nicht. Er kann ihn nicht vollwertig ersetzen, dazu trifft er aus der Distanz zu schlecht. Und Tibor Pleiß muss endlich den nächsten Schritt machen, zur Zeit verharrt er auf einem Leistungsstand, welcher nicht gerade nach europäische Klasse oder gar NBA klingt.

Leichter wird die Aufgabe die nächste Runde zu erreichen durch die Niederlage nicht, zwei Erfolge sind sicherlich noch nötig um den Aufstieg zu schaffen. Realistische Möglichkeiten ergeben sich höchstens bei den Spielen in Charleroi und gegen Madrid. In Piräus oder Malaga auf einen Erfolg zu hoffen, wäre übertrieben.

Erfolgsgeheimnis?!

von E.M. Luft am 15. November 2010

Wenn ich die Diskussionen auf  SD verfolge und die Startseite der BekoBBL betrachte, fällt mir immer wieder auf, dass es sehr oft um die TOP Scorer des Tages oder einer bestimmten Mannschaft geht.

Vergleicht man dann die Tabelle der Mannschaften mit der der TOP Scorer , fällt auf, dass von den ersten vier Mannschaften der Tabelle der erste Scorer auf Platz 18 steht, Bambergs Bester, Pedrag Suput, weit dahinter. Die Mannschaften der TOP Scorer umgekehrt stehen mit Ausnahme von Hagen, das gleich drei Spieler unter den ersten hat, im Mittelfeld.

Was sagt uns das? Natürlich, ein guter Spieler (Werfer) allein macht’s nicht aus. Vielleicht ist das auch eines der Erfolgsrezepte von Trainer Chris Fleming. Es freut mich immer ungemein, wenn auf dem Scoreboard in unserer Halle vier oder mehr Spieler zweistellig gepunktet haben. Auch, dass es immer wieder mal ein anderer ist, der vorne steht. Zum einen beweist das die Ausgeglichenheit der Mannschaft, aber auch die Uneigennützigkeit der einzelnen Spieler.

Eine Eigenschaft, die angesichts der vielen Egozocker im deutschen Basketball sicher hervorzuheben ist! Bestimmt auch mit ein Grund, warum die Spieler fast in jedem Spiel „volle Pulle“ gehen können, denn sie können sich sicher sein, hinter ihnen steht ein (meist) adäquater Backup.

Hierfür gehört ein dickes Lob an Wolfgang Heyder, der trotz der widrigen Umstände um die Hallensituation die Mannschaft zusammenhalten konnte und mit Hines und Terry zwei Spieler holte, die nahezu perfekt in das Gefüge der Mannschaft passen.

Wünschen wir uns, dem Trainer, der Mannschaft und dem Manager, dass es so perfekt weiter geht und die Mannschaft von schlimmeren Verletzungen verschont bleiben.

Ich jedenfalls freue mich schon auf Donnerstag und die kommenden Spiele!

Leider, leider…

von E.M. Luft am 12. November 2010

sollte es nicht sein. Aber, Respekt Bamberg!

Wer das Spiel gesehen hat (vielen Dank an die Livestreamsucher und -finder!), der weiß nun, dass Bamberg mit dieser Mannschaft durchaus in Europa mitspielen kann und wird. Die Niederlage nur mit dem nicht gegebenen Dreier von Roberts zu entschuldigen, wird m.E. der Sache nicht ganz gerecht. Vielleicht hätte Fleming Hines nach dem vierten Foul doch mal gegen Terry (ich weiß, er ist kein Center) oder Pleiss auswechseln sollen, denn er hätte den letzten Korb möglicherweise verhindern können.

Aber es ist wie es ist. Das Spiel wird in die Annalen der Broses eingehen wie der Sieg gegen Piräus oder seinerzeit gegen Treviso.

Nun heißt es schnell regenerieren (hier denke ich an das Programm des neuen Athletikcoaches Lindner) und zuversichtlich in die nahe Zukunft schauen. Auch Schiedsrichtergunst muss man sich erarbeiten und nicht erkaufen. Das gelingt mit gutem Spiel und internationalen Erfolgen – hoffen wir drauf!

Weitere Sensation nur knapp verpasst

von wbeyersdorf am 11. November 2010

Bitte, zwickt’s mich, ich glaube ich träume. Ganz langsam zum Mitschreiben: Real Madrid gewinnt in allerletzter Sekunde in Verlängerung gegen Bamberg. Nochmal, vielleicht begreife ich es dann: Bamberg verliert nur mit 2 Punkten bei Real Madrid.

Die Cinderella-Story geht weiter, Bamberg konnte das Momemtum der 2 Erfolge gegen Piräus und Charleroi nutzen und lieferte auch in der spanischen Hauptstadt eine überzeugende Leistung ab. Schon vor ein paar Tagen meinten 2 Spieler in kleinem Kreis, sie hätten eine Chance dieses Spiel zu gewinnen. Nach 8 Erfolgen in Folge in der Bundesliga und den Siegen in Europa ist das Selbstvertrauen grenzenlos.

Man kann stolz sein auf diese Mannschaft, deren Etat bei Real Madrid wohl gerade dazu reicht den Ballaufpumper und den Handtuchwedler zu bezahlen. Diese Erfolge, auch wenn es gegen die Iberer knapp nicht zum Sieg reichte, verschaffen Bamberg und auch dem deutschen Basketball Respekt in Europa. Man spricht wieder positiv über uns.

Angesichts der vorgerückten Stunde – irgendwann muss ich auch mal schlafen – gibt es jetzt nur ein paar Zitate und einen Spielbericht von der Euroleage-Seite:

A huge thriller on Thursday night fell on the hosts‘ side when the dust settled, as Real Madrid needed overtime to defeat Brose Baskets by 83-81. With an aggressive and fine performance in defense, Brose Baskets dominated much of the game smothering the hosts in all fronts. However, when the guests missed too many open shots, Real Madrid used it to trim the deficit and finally jump ahead. Carlos Suarez, who played a complete game, missed one free throw with less than three seconds to go however, and Predrag Suput hit two for the guests to send the game into overtime. Jorge Garbajosa kept the hosts ahead most of the time but in the last play, with 81-81, Sergio Llull missed a layup only to see how D’Or Fischer appeared from nowhere to put the ball back in the rim and give Real Madrid a tough win. The victory allos Real Madrid to improve to 3-1 in the Group B standings, while Brose Baskets drops now to 2-2. Felipe Reyes led the winners with his 18 points. Llull added 12 and Fischer had 10. For Brose Baskets, Brian Roberts had a good performance with 21 points, Kyle Hines added 17 and Suput posted 14. The German team hit as many as 11 threes against Real Madrid’s 3, but among the 18 Brose missed, there were some open shots that could have marked a different sign for the game. On its part, Real Madrid won the rebounding battle with no doubts, 44-34.

After 90 seconds of play, Felipe Reyes opened the score for Real Madrid with a layup but good ball circulation by Brose Baskets allowed for the first open three of the night from John Goldsberry’s hands, 2-3. Both defenses made it hard to find good shots with constant switches on the picks but when Brose found Tibor Pleiss inside, the guests led by 4-7. Ante Tomic was the one keeping the hosts in the pace with his moves inside, but points came in scarce on both sides as defense was the way to go. Reyes finally broke the drought and put Real ahead again from the line, 8-7, and Casey Jacobsen soon joined in for a three to keep Brose Baskets in the turf. Both sides traded free throws and when Brian Roberts hit the bucket for the 10-14 Brose edge, the hosts were forced to call a timeout. More turnovers for Real Madrid arrived after a good Brose Baskets defense, and Hines‘ good move in the paint for the three-point play made it 13-19 entering the last minute of the period. One free throw each for Novica Velickovic and Reyshawn Terry left things at 14-20 after 10 minutes.

Both teams moved the ball well in offense to start the second quarter but only Brose put it in the basket when Terry pulled up after a fake for a clean jumper. Jorge Garbajosa hit it from the baseline and then D’Or Fischer joined the party for 18-22 as Real Madrid seemed to be in a better moment than those during the first period. Anton Gavel found the space for a long jumper to give some air to Brose, but Tomic was still the man for the hosts in offense, imposing his law in the lane even though his accuracy was not always the best for his team. When Roberts beat the 24-second clock with a jumper, it started a personal 8-point run including back-to-back threes that gave Brose Baskets a big momentum and Hines soon joined in for a fast pace that made it 26-34 for the guests. Tomic, who else, stopped the bleeding from the charity line and that sparked a 9-0 run capped by Sergio Llull’s dunk off the fastbreak to put Real Madrid in the driver’s seat again, 35-34. In the last seconds of the quarter, Hines scored fast for Bamberg an Clay Tucker hit the long jumpe in the last play of the first half to close it with a 37-36 Real Madrid edge.

It took 90 seconds again to open the score in the third period with free throws by Hines. Those points sparked a 0-8 run for Brose Baskets with straigh threes by Gavel and Predrag Suput around amonster block by Hines over Reyes, that forced Real Madrid called a quick timeout with 37-44. The guests dominated the offensive rebounds at ease but at the same time, missed too many open shots and when Llull fed Fischer for the dunk, the stands fired up in no time. Jacobsen insisted from the arc with a new three for 39-47 but Velckovic first, and then Llull with a three-pointer forced the timeout of the guests with a 44-49 score. When Velickovic slammed the ball and Real Madrid started to run from defense it looked that the tide could change. Jacobsen fed Hines, who scored on the baseline avoiding a forest of arms above him but Tucker stole the ball and hit the break and then replied Roberts‘ new three with one of his own to leave Real in command after 30 minutes, 55-54.

Velickovic opened the last and decisive period slamming for Real Madrid, that strengthened its defense another notch. The battle for the rebounds was in favor of the hosts, 36-25, but Brose Baskets didn’t give up yet. Roberts found Hines for a leyup and Hines again, stole the ball with big defense from the guests. It had to be Reyes who, with free throws and then a basket in fast transition, hit a quick 4-0 that made it 61-56, the first clear lead of Real Madrid in the game. Goldsberry had to hit a couple of threes to keep Brose Baskets‘ options alive but between reyes first, and Llull later, the hosts seemed to take full control of the game. A huge dunk by Llull over two defenders for 67-64 and then a steal that allowed Tucker to hit the 69-64, forced a Brose timeout. With 100 seconds left Reyes nailed a hook for 71-66 and Roberts missed a three after that. However, with 20 seconds on the clock, Suput nailed a three that made it 71-69. After the foul, Llull went to the line to hit only one attempt and then Roberts replied with both attempts in for 72-71 and 9 seconds to go. With 7 seconds, Suarez scored only one free throw for 73-71 and then it was Suput’s turn on the line with 2.5 to go, and he hit both to make it 73-73. Llull had the last shot, and even though it was close, the game would be headed to overtime.

Garbajosa was the man of the extra session. His three-pointer opened the scoring, and then his hard work in defense paid off for the hosts. With Hines fouling out for Brose, Gavel scored to make it 78-77, but Fischer had a layup for 81-77 later with 75 seconds to go. Pleiss stepped up to drive to the basket and keep all options open, and then Roberts joined in to tie the game again, 81-81. With the last seconds to go, Ral Madrid’s play was for Llull to drive to the basket. So he did lifting a layup. The ball didn’t go in but the miraculous hands by Fischer put the ball back in the rim for the final 83-81 on the buzzer as Real Madrid survived a nightmare with a proper name: Brose Baskets.

Ettore Messina, Reals Trainer nach der Partie:

It was a difficult game for us that showed that Brose’s wins against Charleroi and Olympiacos didn’t happen by accident. They set the tempo of this game and we suffered. Especially against the one on one of the big men, we had some problems. However, we played good defense but in the end we had to win the game with heart.

Bambergs Coach Chris Fleming:

Congratulation to Real Madrid for the win. They are a team that was trailing most of the time but they never gave up. I had two goals for this game: defending the rebounds and move the ball well against their defense. I think we did fine but by the third quarter we missed too many open shots. If the had gone in maybe we would be talking about a different outcome, but against a team like Real Madrid you can never be sure.

Und Brian Roberts merkte noch an:

I think it was a good game. We had options until the end and I had a last shot in my hands but we didn’t win. I think we can make the Top 16. It is a tough group but we already showed that we can go anywhere and play tough. We know we have our chances and we will fight for them.

Ist Bamberg unschlagbar?

von wbeyersdorf am 08. November 2010

Nein, Bamberg ist nicht unschlagbar, dies wird am Donnerstag Real Madrid beweisen. Aber in der Bundesliga hat es in acht Spielen noch keine Mannschaft geschafft, Bamberg zu besiegen. Einige Male war es eng und fast hätte nach dem Ende der Partien der Gegner gejubelt. Die Spieler von Coach Fleming agieren mit einem Selbstbewusstsein, welches momentan größer nicht sein kann. Auch bei engen Spielständen kommt es mit vor, als wenn sie genau wüssten, dass der Gegner ihnen nichts anhaben kann. Ich nannte es einmal vor Wochen positive Arroganz.

Dies kann natürlich auch einmal ganz fürchterlich nach hinten losgehen. Nächste Gelegenheit für einen Ligakontrahenten ist am Wochenende bei der Begegnung in Tübingen. Die Saison der Schwaben ist bislang ein einziges Auf und Ab: Nach 3 Siegen und 3 Niederlagen steht man im Niemandsland der Liga und brennt sicherlich darauf Bamberg ein Bein zu stellen. Vorsicht ist also angebracht für die Franken, jeder Gegner ist hoch motiviert, noch dazu in heimischer Halle.

Voll motiviert wird auch Real Madrid zu Werke gehen, die Spanier sind sicherlich vorgewarnt und werden Bamberg nicht unterschätzen. Niemand erwartet einen Bamberger Erfolg in Spaniens Hauptstadt und auf einen schwachen Gegner braucht man bestimmt nicht hoffen. Es geht nur darum sich gut zu verkaufen, die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten und sich nicht wie bei der 57:93 Schlappe am 03. Januar 2008 abschlachten zu lassen.

Dieser Tag wird auch wegen einer anderen Anekdote in Erinnerung bleiben: Der Mannschaftsbus steht zur Abfahrt zum Spiel bereit. Spieler, Trainer und Betreuer sitzen alle bereits im Bus – bis auf Kimani Ffriend, der noch sanft in seinem Zimmer den Termin verschlief. Das Spiel wenige Tage darauf in Jena durfte er noch mitmachen, danach wurde er entlassen.

Verstärkung gesucht

von wbeyersdorf am 05. November 2010

Gerne würde ich mehr in diesem Blog schreiben, aber mir fehlt oft die Zeit und manchmal auch die Lust dazu. Darum habe ich schon längere Zeit darüber nachgedacht Verstärkung zu rekrutieren.

E.M. Luft wird ab sofort an dieser Stelle unregelmäßig seine Sicht der Bamberger Basketball Dinge darlegen. Er ist schon seit langer Zeit Basketballfan, bereits in den 70ern pilgerte er in die Kennedy-Halle. Kurzum, er hat alle Höhen und Tiefen des Bamberger Basketballs miterlebt und kann dadurch seine Eindrücke kompetent wiedergeben.

Damit soll aber nicht Schluss sein. Nach wie vor möchte ich ambitionierte Mitstreiter gewinnen um die Schlagzahl zu erhöhen.
Deshalb mein Aufruf: Wer hat Lust mitzumachen, um noch häufiger aus Fan- und Zuschauersicht über den Basketball berichten zu können?
Wer Interesse hat, soll sich bei mir melden, die Kontaktdaten sind unter Impressum zu finden. Vielleicht schlummert ja gerade in dir ein unerkanntes (Schreib)-Talent…

„Unheimliche“ Serie

von E.M. Luft am 04. November 2010

Ja, Grüß Gott, allerseits! Da habe ich mich nun „überreden“ lassen, hier ab und zu einen Gastkommentar abzugeben. Als begeisterter Zuschauer bin ich ich zwar Experte aber keineswegs als Basketballer, obwohl ich schon seit der Zeit des ersten Aufstiegs des damaligen FC dabei bin.

Nun zum gestrigen Spiel: Es war aus meiner Sicht durchaus ein Augenschmaus. Nachdem sich die erste Nervosität bei unseren Spielern gelegt hatte, konnte man sehen, dass Charleroi sich zunehmend schwer tat, erfolgreich zu vollenden. Die neun Punkte im ersten Viertel von Mallet, denen nur noch ein weiterer im letzten folgte, zeugen von der wieder sehr starken Abwehr.

Die beiden Neuen zeigten endlich mal eine sehr ansprechende Leistung, man merkt, dass allmählich die Laufwege verinnerlicht werden und, was mir besonders auffällt, gute Blocks an der richtigen Stelle gestellt werden. Das gibt den Guards viel Platz zum Werfen und Treffen.

Unsere Jungen, besonders Tadda, erhalten viel Spielzeit, wofür sie sich auch mit guten Leistungen bedanken. Unser „NBA-Talent“ erhält seine Nachhilfestunden auf europäischem Parkett und versteht nun vielleicht, dass Größe (Länge) allein nicht ausreicht erfolgreich zu sein.

Der Trainer hat eine tolle Rotation gefunden, bei der es auch nicht besonders auffällt, wenn – wie gestern Roberts, der sich anscheinend am Rücken verletzt hat – ein Spieler nicht „on top“ ist. Auch ist der kämpferische Einsatz, hier möchte ich besonders Suput erwähnen, viel besser als in der letzten Saison, hier hätte man das eine oder andere knappe Spiel vielleicht noch verloren.

Allmählich wird mir zwar die Serie von 17(!) Siegen bei nur einer Niederlage unheimlich. Sie ist aber auch und gerade ein Zeichen der Kontinuität im Trainerstab und Management, wobei ich hier am meisten Fortschritte im Bereich des neuen Athletiktrainers Lindner sehe. Die Mannschaft hat im letzten Viertel immer noch Kraft, eine „Schippe draufzulegen“ bzw. sich der Angriffe des Gegners zu erwehren.

Freuen wir uns also auf eine hoffentlich weiterhin erfolgreiche Saison!