Gewankt aber nicht gefallen

Was gibt es schöneres als mit Freunden ein paar Bierchen zischend Basketball im Fernsehen zu schauen? Um wenn am Ende noch ein Sieg der Bamberg herausspringt, umso besser. Quakenbrück war der erwartet schwere Gegner, von einem klaren Sieg konnte man im Vorfeld nicht ausgehen.

Der knappe 75:69 Sieg im Artland ist mehr wert als die 51 Punkte Demontage Berlins oder die 18 Punkte Dominanz in Frankfurt. Solche Erfolge bringen ein Team weiter, stärken das Selbstvertrauen noch mehr und vergrößern das „Uns kann keiner schlagen“-Gefühl. Bitte nicht falsch verstehen. Dies ist keineswegs abwertend gegenüber den anderen Mannschaften gemeint. Nein, Spitzensport auf allerhöchstem Niveau wird hauptsächlich im Kopf entschieden.

Beispiel gefällig: Casey Jacobsen trifft kurz vor Schluss einen Dreier, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon fast 35 Minuten im Einsatz war. Dies hat etwas mit Kondition aber auch Konzentration zu tun. Und Casey ist ja kein Spieler, der während der Partie nur rauf und runter läuft. Im Gegenteil, die Kilometer, die er abspult würden für zwei Akteure reichen. Konzentration ist „die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.“ (Quelle: Wikipedia.de).

Zweites Beispiel: Kylie Hines hat in dieser Saison von der Freiwurflinie die bescheidene Quote von 48,8%. So weit so schlecht. Spulen wir den Film des Spiels ein wenig rückwärts: 39. Minute, Hines wird an die Linie geschickt, trifft nur einen Freiwurf. Gleiche Situation in der 40. Minute, und was passiert? Hines trifft beide Freiwürfe und bringt sein Team damit 4 Zähler in Front. Glück, werden jetzt manche sagen. Für mich hat das nichts mit Glück zu tun. Die Fähigkeit sich auf diese zwei Würfe zu fokussieren macht eben den Unterschied zwischen einem Sieg und einer Niederlage aus.

Und die Bamberger Spieler wissen genau, dass sie sich in den wenigen Momenten in denen sich ein Spiel auf ein, zwei Aktionen reduziert, auf ihre mentale Stärke verlassen können. Eine mentale Stärke, die durch solche knappen Siege noch größer wird. Wie schon eingangs erwähnt, sind Erfolge wie am Samstag im Artland wertvoller als viele andere in den letzten Wochen.
Respekt vor den Hausherren, sie haben Bamberg gefordert wie seit Monaten keine andere deutsche Mannschaft. Sie haben eine gute Truppe und das man sich im Top 4 Halbfinale wiedersieht war das Ergebnis der Auslosung in der Halbzeitpause.

Kurzum: Ein Abend, der nicht nur wegen dem Ergebnis ein schöner war.

Noch etwas, was aber mit Basketball aber nun gar nichts zu tun hat, mir aber gefällt:

3 Gedanken zu „Gewankt aber nicht gefallen

  1. thomas

    War ein gelungener Abend! Danke dafür!
    Ich hab schon überlegt ob ich Carlos nicht einpacke 🙂
    Zum Thema Hund…

  2. wbeyersdorf Beitragsautor

    Den Carlos behalten wir, kannst ihn aber mal ausleihen wenn wir im Urlaub sind…

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