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11.01.2009 |
Weg mit den Divas Es geht mit gehörg auf die Nerven. Nein, es kotzt mich an! Was mich so auf die Palme bringt? Es ist die Ansammlung von Basketballspielern, die eine Mannschaft sein wollen, aber nicht können. Es ist die Ansammlung von Basketballspielern, die meinen mit Halbgas gegen Köln gewinnen zu können. Was bilden die sich eigentlich ein? Meinen sie, ich zahle 345 Euro für meine Dauerkarte um mich regelmäßig seit 2 Jahren verarschen zu lassen? Die Herren Basketballspieler zeigen nur dann Leistung, wenn sie dazu Lust haben - und dies ist selten genug. Wenn sie alles geben würden und dann verlieren, dies wäre ok. Aber mit dem Wissen, dass sie es eigentlich verstehen als Mannschaft zu spielen, mit Herzblut, Leidenschaft und Euphorie aufzulaufen, gute Gegner wie Berlin und Frankfurt zu schlagen, mit diesem Wissen sich in die Jako-Arena zu schleppen und dann mit schöner Regelmäßigkeit enttäuscht zu werden, dies ist eine Frechheit! Ein schönes Sprichwort lautet: "Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken". Und der Fisch bei den Bamberger Basketballern fängt beim Manager an, geht über den Trainer weiter und hört bei den Spielern auf. Was ist die Ursache für die schlechten Leistungen? Vor der Saison haben Manager und Trainer einen Plan mit welchen Spielertypen man welches Ziel erreichen möchte. Dann geht man her, schreibt auf einem leeren Zettel hinter jede Position mehrere Namen, die man gerne verpflichten möchte. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung, im realen Leben wie beim Basketball. So bekommt man Spieler A nicht, weil er lieber zu Verein B wechselt, der mehr Geld zahlt. Oder Spieler C passt nicht zu Spieler D, den man schon im Kader hat. So oder so ähnlich stelle ich mir die Saisonvorbereitung vor. Im Sommer 2008 schickt man Ensminger und Fenn in die Wüste, weil ersterer zu alt sei und letzterer nicht in die spielerischen Vorstellungen passt. Stattdessen wollte man ein Upgrade in Form eines beweglichen, wurfstarken Fowerforwards im Körper eines Centers. Bekommen hat man nach zahlreichen Absagen einen Alexander Johnson, wohlwissend um seine miserable körperliche Verfassung. Er war sicher nicht die Nummer eins auf der Wunschliste, die war Adam Chub, der aber den Verlockungen des Geldes (es ist die Rede von 1 Mio. für 2 Jahre) nicht widerstand und nun in Berlin seine Brötchen verdient. Und eine Liebesheirat war die Sache mit Johnson wohl auch nicht, für beide Seiten wohlgemerkt. Dumm war man ja in Bamberg nicht, also stattete man Johnson, wenn ich richtig informiert bin, mit einem Try-out Vertrag aus, um zu sehen, was er taugt. Seine ersten Eindrücke war nicht schlecht, abgesehen von seiner Physis konnte er überzeugen. Nach Ablauf der Probezeit merkte man aber, der Typ ist doch nicht der richtige, also versucht man ihn loszuwerden, was letztlich auch glückte. Dass dieses Hin und Her Unruhe in die Mannschaft bringt ist doch klar. Ein weiterer Fehler war das Festhalten an Spielern. Berlins Luka Pavicevic hat es richtig gemacht. Als er im Sommer 2007 in Berlin Trainer wurde hat er fast alle Spieler, die in der Saison vorher in der Play-off gegen Artland so versagt haben, rausgeschmissen. So wurden u.a. Demond Greene und Koko Archibong entlassen. Der größte Fehler den ich Chris Fleming anlaste, ist dass er sich nicht ebenfalls von den Versagern trennte. Eine große Schwachstelle im Kader Bambergs ist die Position 2, besetzt von Greene und Garrett. Von beiden hätte ich mich vor der Saison getrennt. Laufende Verträge hin oder her. Und es soll mir doch keiner erzählen, Fleming hätte auf seinem Wunschzettel nicht bessere Namen stehen gehabt. Gleiches gilt für Tim Ohlbrecht, der es in diesem Basketballerleben nimmer lernen wird, was einen guten Center ausmacht. Machen wir uns nichts vor, die Saison ist gelaufen. Daran wird ein neuer Center auch nichts ändern. Spart lieber das Geld, gebt den jungen Spielern Schneider und Tadda eine Chance, die hängen sich wenigstens rein. |
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