.
startseite | news | übersicht news | news archiv

. .

15.02.2009

Frustabbau
Nach einer Nacht des Frustes ist mein Zorn über die Bamberger Niederlage zwar etwas geringer, aber Fragen nach dem "Warum" und der Zukunftsperspektive bleiben.
Das Warum ist schnell geklärt. Spieler, die ihr eigenes Ding machen, sich nicht an die Vorgaben des Trainers halten, und meinen nicht mannschaftsdienlich sein zu müssen, haben in einer Basketballmannschaft nichts verloren.
Das es die Bamberger Akteure ja können, wenn sie wollen, haben sie in dieser Saison schon öfters bewiesen.
Es ist Aufgabe des Trainers aus Einzelspielern ein Kollektiv zu formen, das zusammenspielt, in dem jeder für jeden kämpft und in kritischen Situationen die Nerven behält. Also alles Tugenden, die momentan bei Bamberg meistens nicht vorhanden sind.

Jetzt wird es wieder kluge Köpfe geben, die mich kritisieren werden. Aber ich bleibe dabei: Die Saison ist gelaufen. Man wird noch das ein oder andere Highlight setzen können, aber mit der Meisterschaftsentscheidung werden wir nichts zu tun haben.

Wieso sollte ein Team, welches seit September (das Elend ging ja schon mit dem Domreiter-Cup los) keine konstant gute Leistungen bringt, sich plötzlich fangen und eine Siegesserie hinlegen?
Ich glaube nicht daran, denn dafür ist schon zuviel Wasser die Regnitz hinabgeflossen und ich habe schon zuviel Basketballspiele in den vergangenen 20 Jahren gesehen.

Jetzt zur Zukunft:
Wie ich oben schon schrieb, von dieser Saison erwarte ich mir nichts mehr (lasse mich aber gerne überraschen). In den letzten Jahren war Bamberg berühmt und berüchtigt dafür, das die Fans wie ein 6. Mann hinter ihrer Mannschaft stehen.
Nimmt man die letzten Partien als Beispiel, kam Unterstützung während der Spiele eigentlich fast nur noch vom Fanblock. Und beim Fanklub habe ich manchmal den Eindruck sie machen das auch nur, weil sie es müssen.
Mit wem man auch spricht, sehr viele Zuschauer gehen nur noch zu den Spielen, weil man halt eine Dauerkarte hat. Die bedingungslose Begeisterung, das Freuen und Mitfiebern schon Tage vor dem Spieltag, ist schon lange nicht mehr vorhanden. Ich schließe mich da überhaupt nicht aus.
Die Mannschaft ist momentan dabei einen Prozess fortzuführen, der bereits letzte Saison begann. Man ist dabei, dem Bamberger Basketball das Fundament, die Basis zu entziehen. Zwar war die Halle bei der Partie gegen Paderborn offiziell ausverkauft, aber gerade gestern offenbarte mir eine Zuschauerin, die seit mehr als 20 Jahren eine Dauerkarte hat, dass sie nächste Saiosn keine Jahreskarte mehr nehmen wird.
Einzelschicksal, wird jetzt mancher meinen. Nein, dies ist es nicht. Die Stimmung kippt und wenn nicht schnellstmöglich dagegengesteuert wird, wird bald nichts mehr so sein, wie es einmal war.

Was kann man ändern?
Man hat versucht mit Spielernachverpflichtungen den Abwärtstrend zu stoppen. Wenn ich mich nicht irre, könnte man noch einen Spieler bis zum Ende der Wechselfrist holen. Aber würde das etwas ändern?
Darum sollte man versuchen mit dem vorhandenen Spielermaterial die Saison in allen Ehren zu Ende zu spielen und dann einen Cut machen. Man sollte sich von den Akteuren trennen, die versagt haben.
Ein Sprichwort besagt: "Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken". Ganz oben steht das Management, dann kommt der Trainer und dann die Mannschaft.
Fehler wurden gemacht bei der Zusammenstellung des Kaders. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer, aber bei einigen Spielern war doch wohl klar, das eine Steigerung nicht mehr möglich ist.
Auch eine Trainerentlassung kann man sich nicht leisten, denn das wäre neben den finaziellen Aspekten auch ein Eingestehen des Scheiterns des Projekts Fleming.
. .

zurück zur news übersicht