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02.04.2009 |
Oldenburg einen Tick besser Einen Vorgeschmack auf die Play off war die Partie am Mittwoch gegen Oldenburg. Was an Intensität, Einsatz und Leidenschaft von beiden Teams gezeigt wurde, bekommt man sonst nur in der Meisterschaftsendrunde geboten. Und auch die Fans zeigten seit langer Zeit mal wieder, warum die Halle in Bamberg Frankenhölle genannt wird. Einzig die Schiedsrichter wollten sich nicht dem höheren Niveau anpassen und zeigten, zumindest stellenweise, eine schwache Leistung. Gleich mal eines vorneweg: Oldenburg hat unter dem Strich verdient gewonnen. Sie waren genau diese drei Punkte besser. Und man hat auch gesehen, warum sie verdient an der Tabellenspitze stehen. Oldenburg hat mit Gardner und Pauldung zwei Spieler der Extraklasse in ihren Reihen. Ich möchte jetzt die Bamberger nicht schlechter machen als sie sind. Aber Akteure auf diesem Level, die auch noch konstant gut sind, sucht man in den Bamberger Reihen, mit Ausnahme von Suput, vergeblich. Die Bamberger Spieler in der subjektiven Einzelkritik: Goldsberry (0 Punkte): Manchmal kommt er mir wie ein Flummi vor wenn er über das Parkett saust. Kontrolliert trägt er den Ball nach vorne, nur um in nächsten Augenblick, so scheint es jedenfalls, sich und dem Gegner Knoten in die Beine zu spielen. Keine Frage, mit ihm hat das Bamberger Spiel an Qualität gewonnen. Den wahren Goldsberry werden wir aber diese Saison wohl nicht mehr erleben, dazu war seine Verletzung zu schwer und zu lang. Greene (2): Konzentrierte sich in der Hauptsache darauf Oldenburgs Gardner zu bewachen. Bis auf wenige Ausnahme erledigte er diese Spezialaufgabe sehr gut. Konnte sich dafür in der Offensive nicht so recht in Szene setzen. Suput (15): Um es krass zu sagen: Er wurde von der Schiedsrichtern verarscht. Erst bekam er sein viertes Foul, weil er angeblich einen Oldenburger regelwidrig attackiert hat. Eigentlich war es genau anders herum. Nur wenige Augenblicke später war dann das Spiel für ihn beendet, weil die Unparteiischen eine angebliche Schauspielerei von ihm gesehen haben. Wäre er bis zum Schluss dabei gewesen, Bamberg hätte das Spiel gewonnen. Tadda (0): Wenn es einen Gewinner der letzten Wochen zu bestimmen gilt, dann ist sein Name zu nennen. Er hat sich in die Rotation gespielt und ist fast nicht mehr wegzudenken. Hat es geschafft niemand geringeren als den NBA-Veteran Dank Dickau aus der Mannschaft zu verdrängen. Tadda erinnert sehr stark an den jungen Steffen Hamann, nur, dass er einen Schuss hat. Auch, wenn es gegen Oldenburg mit dem Abschluss nicht klappte, seine Abwehr war wieder einmal vorzüglich. Wer kann von sich schon behaupten einen Jason Gardner im 1-1 gestoppt und ihm obendrein ein Offensivfoul angehängt zu haben. Garrett (2): An seine Zauberleistung in Frankfurt konnte er nicht anknüpfen. Leider ist es Realität, dass sich die starken mit den etwas schwächeren Partien bei ihm abwechseln. Er war aber trotzdem eine treibende Kraft, man merkte ihm den Willen an. Sein Coast-to-Coast mit Dunking war sehenswert. Ohlbrecht (5): Nach seiner Verletzung erstmals wieder im Einsatz. Ein Dunking und ein Dreier waren seine Ausbeute. Für ihn gilt es jetzt wieder Anschluss zu finden und seine Leistungen zu stabilisieren. Ob er nun endlich den Durchbruch schafft und sein Spiel auf ein höheres Niveau hebt, bleibt abzuwarten. Rivera (16): Genialiät und Wahnsinn wechseln sich bei ihm ab. Wobei gegen Oldenburg die positiven Momente überwogen. Verrichtet er den Aufbau habe ich aber den Eindruck, dass weniger Zug, weniger Raffinesse und weniger Aktion vorhanden ist, als wenn Goldsberry auf dem Feld steht. Sehe Rivera aber auch mehr auf der Position 2, dort scheint er mir besser aufgehoben. Brown (7): Unter dem Korb ist er schon eine Macht und fast nicht zu stoppen und wenn dann nur auf Kosten eines Fouls. Hat sich in den letzten Wochen prächtig entwickelt und ist eine feste Größe geworden. Die Reifeprüfung steht ihm aber in der Partie gegen Berlin noch bevor. Taylor (2): Ist Tadda der Gewinner der letzten Spiele, ist Taylor der Verlierer. Seine Spielanteile sind auf ein Minimum geschrumpft seitdem Suput auf der Position 4 starke Leistungen abliefert. Wyrick (9): Ich mag ihn, er hat ein großes Kämpferherz, gibt immer alles, hechtet nach jedem Ball, kann werfen. Kurzum, er hat das gesamte Paket am Start. Aber so gut wie ein Suput wird er nicht mehr werden, dazu fehlen ihm die technischen Fähigkeiten. Eigentlich schade. |
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